Mittwoch, 8. Mai 2013

Sommer, Sonne, Hinternabdruck

Juhu, liebe Leserschaft,

ENDLICH gehts vom Wintergrau nahtlos in die Sommerhitze über und was dem Winter seine Schneebälle, sind dem Sommer seine Hinternabdrücke. Echt jetzt. Mann! Kennt Ihr das? Es ist schweineheiß draussen und Ihr setzt Euch, bekleidet wohlgemerkt, auf einen Stuhl, bevorzugt mit Kunstlerderüberzug. Bleibt da ein bißchen sitzen, steht wieder auf und: Euer Hintern bleibt in Form eines feuchtfröhlichen Abdrucks auf dem Stuhl zurück. Und nein, Ihr habt nicht auf den Sitz gepinkelt und nein, es ist Euch nicht peinlich, es ist Euch sogar saupeinlich!!! Brauchts aber nicht. Geht nämlich vielen Leuten so, fragt da mal rum, im Bekanntenkreis, beim sonntäglichen Familienbraten oder beim Geschäftsessen mit wichtigen Kunden. Ich bin mir sicher, dass jeder pikiert verneint, aber dann beim Aufstehen hektisch anfängt, an seiner Sitzfläche rumzuwedeln.
Hach, die verzichtbaren Freuden des Sommers ;).

Euer Frollein, dessen Sitzfleisch sommerlich fröhlich gerne einen bleibenden Eindruck hinterlässt

Mittwoch, 10. April 2013

Also das mit der S-Bahn

meine lieben Leser, das ist, ja, da ist mir der Begriff "die zehn Plagen Ägyptens" dazu eingefallen, fand ich am passendsten, doch. Ich hab zwar im Religionsunterricht damals nicht so gut aufgepasst, aber ich bin mir sicher, dass wenn das Alte Testament heute geschrieben worden wäre, das S-Bahn Fahren eine von den Plagen wäre. Ganz sicher sogar! Wie ich drauf komme? Selbstversuch. In einem Anfall von Wahnsinn habe ich die Option S-Bahn gewählt, weil sie verbindungstechnisch günstiger war als der ICE. Und danach gemerkt, dass das eine wahnsinnig blöde Idee war. Denn ich hasse S-Bahn fahren. Und jetzt weiß ich auch wieder warum und Ihr auch gleich! Ich kann da jetzt sogar meine Katze verstehen. Wie das zusammenhängt? Habt Ihr schon mal versucht, eine Katze in einen Transportkorb Richtung Tierarzt zu bekommen? Fast ein Ding der Unmöglichkeit diesen ansonsten so zierlichen Fellball in den Korb hineinzubekommen. Und genau dieses Bild hatte ich beim Einsteigen in die S-Bahn im Kopf und ein plötzliches Verständnis dafür entwickelt. Gut, ich habe mich jetzt nicht mit allen Vieren in den Türrahmen gespreizt, die Ohren angelegt und alles angefaucht, aber innerlich, doch innerlich schon. Generell sind die öffentlichen Verkehrsmittel und ich nicht die besten Freunde, weil ich es nicht leiden kann, mit einer Ansammlung von Menschen, die ich mir nicht ausgesucht habe, in einen Zug gestopft zu werden und ich bis heute noch nicht herausbekommen habe, warum dieser Ansammlung von Bahnreisenden immer eine handvoll Idioten zugefügt wird. Im ICE gehts ja noch einigermaßen, da ziehe ich mich immer ins Bordrestaurant zurück, das in der Regel eine relativ gratlerfrei Zone ist. Auch wenn sich ab und zu ein Pimperlwichtig dahin verirrt, der seinem Mobiltelefongesprächspartner am anderen Ende der Leitung, sowie den anderen Fahrgästen am nervlichen Ende in nächster Umgebung das erzählt, was eh keinen interessiert. Und zwar laut. Aber man hat immerhin die Option, die Gesprächsdauer durch einen gezielten Wurf mit dem Salzstreuer erheblich zu verkürzen.
Da es aber in der S-Bahn in der Regel keine Salzstreuer gibt, dafür umso mehr Leute, die laut sämtlichen Blödsinn ins Telefon plärren, muss man wohl zuhören. Als ob mich das interessieren würde.
Aber die andere akustische Option, nämlich die Inhalte der zehn Mp3-Player um mich herum, die zusammen ein heiteres, blechernes Einerlei undefinierbarer Musikgenres ergeben, ist auch kein Wunschkonzert. Ja, ich seh es ein, dass ein Mp3-Player eine Art akustisches Notwehrgerät ist, aber was nützt es mir, wenn man ihn einschaltet und von der Musik der anderen Hörenden überdröhnt wird, die sich durch die eigenen Kopfhörer vorbeischleicht und durchs Hirn hindurch langsam meinen Blutdruck steigen lässt? SO EINEN HALS!
Der nicht kleiner wird beim Anblick sämtlicher Idioten, die die Sitzbank gegenüber für ihre persönlichen Fußabstreifer halten. Is klar, und der nächste darf sich dann in die abgeschmierte Hundescheiße setzen.
Blutdruck, Hals und die eine oder andere Gewaltphantasie. Huh, ich hör jetzt hier lieber auf zu schreiben, es bekommt meinem weißwurschtigen Teint nämlich nicht, nochmal die letzte S-Bahnfahrt zu rekapitulieren. Ich sollte doch eher kapitulieren, die weiße Fahrkartenfahne schwenken und "hier fahr ich nimma mit" brüllen. 
Oder aber das nächste Mal mit einer Busladung voll Salzstreuern um mich werfen und heiter blechern vor mich hindudelnd unter lautem Telefonieren den Fußablegern lustige Muster mit Hundescheiße auf ihre aprilfrischgewaschenen Hosen zaubern.
Doch, das klingt eher nach einem Plan.
Mag wer mit mir S-Bahn fahren? ;)


Euer Frollein mit der absoluten Bahnaversion

Donnerstag, 21. März 2013

Auswahlverfahren im Sportunterricht

Heute kommt ein eher nachdenklicher Eintrag, liebe Leser.
Habe gerade beim Kaffeetrinken meine Gedanken schweifen lassen und bin irgendwie im Schulsportunterricht, bei Mannschaftsspielen und dem dazugehörigen Auswahlverfahren gelandet. Kennt Ihr das noch? Es wurden zwei Mannschaftskapitäne gewählt, der Rest der Klasse durfte sich in einer Reihe aufstellen und die beiden Mannschaftskapitäne haben sich abwechselnd ihre Mannschaftsmitglieder ausgesucht. Als Kind fand ich das ganz witzig, war ich doch eines der Kids, die immer ganz schnell aufgerufen wurden, aber jetzt, so ein paar Jahre später muß ich sagen, dass ich dieses Verfahren pädagogisch ganz schön Scheiße finde.
Es war ja immer dasselbe, die sportlichen Kinder wurden immer ganz schnell aufgerufen, und die weniger sportlichen, langsamen Kids standen da wie die Deppen und konnten dabei zusehen, wie sich die Reihe lichtete und sie immer noch keiner haben wollte. Ganz mies für das Selbstbewußtsein heranwachsender späterer Erwachsener. Es muß doch echt ein beschissenes Gefühl sein, wenn Du der-oder diejenige bist, der übrigbleibt und dann wohl oder übel in eine der beiden Mannschaften musst, es will Dich zwar keiner haben, aber mei, so sind nun mal die bekackten Regeln. Und diese Regeln sind wirklich bekackt. Ich weiß ja nicht, ob das heute noch so ist, ich hoffe doch nicht, aber geholfen ist doch dabei echt niemandem, vor allem nicht denjenigen, die glauben, dass sie Verlierer sind, nur weil sie keiner in der Brennballmannschaft haben will. Und ich glaube, so was sitzt tief in der heranwachsenden Seele, auch wenn es von außen gesehen doch "nur ein Spiel" ist. Eigentlich sollte man den sogenannten Brennball dem verantwortlichen Pädagogen ans Hirn werfen, damit der mal über den Unsinn dieses Auswahlverfahrens nachdenkt und sich was anderes überlegt, ein Verfahren, das keinen bloßstellt. Aber wie gesagt, vielleicht ist das auch mittlwerweile so. Würd ich gut finden. So, und jetzt wieder runter zum Kaffee.

Euch einen schönen Mittwoch,
Euer nachdenkliches Fräulein im Sinne der schnöden Unterrichtsmethoden

Mittwoch, 6. März 2013

Eure Themen - Teil 2: Die Gothic Szene - vom Waver zum Cyber

Huhu, liebe Leser,

heute der zweite Teil von "Leser bestimmen, Frollein Eve gibt Ihren Senf dazu". Der Micha wollte, dass ich meine Sicht der Dinge auf den Weg der Waver zum Glühwürmchen darlege. Nun gut. Für die Nichtgoten unter Euch Lesern: Waver ist ein anderer Begriff für Grufti und Cyber ist eine Unterart des Überbegriffes "Grufti", nur in bunt und neonfarben (ja, echt! und ich glaub ich weiß, wie es so weit kommen konnte, siehe weiter unten), denn bei den Gruftis gibt es ganz schön viele Unterarten, die sich auch in Musik, Tanzstil und Outfit komplett unterscheiden. Aber da ich hier weder auf die Ursprünge der Gothicbewegung eingehen noch eine Doktorarbeit über deren Entwicklung schreiben möchte, sondern meine ganz persönliche Sicht der Dinge über die Entwicklung vom Goten zum Cyber geben soll, hier die Kurzkurzkurzform. So: Grufti. Unter Grufti hat natürlich jeder das Bild eines schwarzgekleideten, bleichgeschminkten Trauerkloßes vor Augen. Das war auch mal so, damals, früher, ganz früher. Auch damals, als ich angefangen habe, einer zu sein. Die erste Begegnung mit einer Gruftidame hatte ich Mitte der 80er in München auf dem Marienplatz, als ich als 10-jähriger Knopf mit meinen Eltern da war. Und da stand dieses bleiche, langhaarige, schwarzgewandete Geschöpf inmitten der bunten 80er- Münchner. Fasziniert bin ich zu der Dame hin und habe mich mit ihr unterhalten und fand sie nicht nur unheimlich schön, sondern auch noch unheimlich nett. Meine Entscheidung, wie ich ab jetzt und als Erwachsene aussehen möchte, war hiermit gefallen, was ich auch gleich meinen Eltern armefuchtelnd mitgeteilt habe und die sich darüber unheimlich gefreut haben. Na gut, lange Rede. Was ich damit sagen will ist: als typischer Grufti der 80er und 90er warst Du nur in der Farbe schwarz gewandet. Ab und an mal ein Tupfen bordeaux, smaragdgrün oder dunkelblau, maximal wurde ein weißes Brautkleid zweckentfremdet, aber das war die absolute Seltenheit. Aber das wars an Farben. So, und dann gibt es da noch das WGT, das Wave-Gotik-Treffen. Ein jährlich in Leipzig stattfindendes Treffen der Schwarzkittelträger, das 1992 ganz klein anfing und heute an die 20.000 Besucher zählt. Und da war es so, dass sich eine Anfangs kleine, später immer größer werdende, für den Durchschnittsbürger äußerst außergewöhnlich aussehende Gruppe Gruftis zusammenfand  und miteinander feierte. Und was macht der Durchschnittsbürger, wenn er etwas sieht, was er nicht kennt? Gut, er frisst es nicht, aber er fotografiert es. Und veröffentlicht es. So! Und jetzt sind wir an dem Punkt angekommen, wo es meiner Meinung nach losging mit der Mutation. Dazu müßt Ihr wissen, dass Gothics ziemlich eitle Zipfel sind, das könnt Ihr mir glauben.Und da es sich für einen vornehmen Goten nicht gehört, sich "Hallo Mama"-schreiend ins Bild zu drängen und dabei die anderen fotografiert werdenden Kinder mit Händen und Füßen aus dem Bild zu schieben, hat er sich eben  andere Mittel und Wege ausgesucht, um auch mal mit aufs Foto zu dürfen: der Grufti wurde bunt! Ja klar, weil wer fällt auf unter einem Haufen Schwarzgekleiderter? Und wer wird dann bevorzugt fotografiert? Richtig, der Bunte. Ja, da hatten wir nun den Salat. Von WGT zu WGT konnte man ab jetzt eine Zunahme bunt gewandeter Gruftis verzeichnen. Erst ganz Bordeaurote, ganz Smaragdgrüne, ganz Weiße und ganz Blaue (so und so). Als das auch nicht mehr zog, wurden sie plötzlich Rosa und Lila. Das war dann auch bald überholt und dann, eines Tages hatten wir den Gotengau: Neonfarben! Sie fingen an zu leuchten, und nicht nur von der Farbauswahl her, sie hatten auch noch Leuchtstäbe, mit denen sie beim Tanzen gschaftig herumfuchteln konnten. Und hier sind wir nun angekommen, beim Leuchtkäfer. Ich warte ja noch darauf, dass sich einer mal einen Blinkepfeil von der Autobahnmeisterei klaut, um ihn sich um die Gotenbirne zu wickeln. Und das alles nur, um einmal aufs Foto zu kommen und der Mama winken zu können. Mensch Kinders! Meine Mama hätte sich gefreut, wenn ich ihr BUNT von einem Foto zugewinkt hätte. Aber ich seh schon, die Bunten mag mittlerweile keiner mehr so recht fotografieren, weil sie nicht mehr auffallen unter den ganzen bunten Gruftis und so wird es eines Tages wieder sein, wie am Anfang, sie werden wieder schwarz, weil nämlich dann die schwarzen Gruftis diejenigen sind, die unter den ganzen Buntgruftis so richtig auffallen. Ich bin gespannt. So, soweit meine Theorie. Glaubhaft? ;) Sicher!

Euer Frollein Schwarzkittel, das nur dann leuchtet, wenn es zu blau geworden ist

Dienstag, 26. Februar 2013

Nein, mein Fahrrad braucht keine Jacke

Huhu liebe Leser,

jetzt war ich gerade auf der Suche nach einer neuen Jacke im Netz der Welt unterwegs und hab auf der schwedischen Riesenklamottenmarkenseite zwar keine Jacke gefunden, aber ein Ärgernis, bzw. ein Ärgernis in einer Jacke drin. Und zwar in Form von einem ca. 12-jährigem Klappfahrrad. Anders kann man das arme Ding, das da in der Jacke steckte leider nicht bezeichnen. Habe natürlich gleich an die Firma geschrieben, ob da wohl ein Versehen bei der Kategorisierung vorliegt und dabei zu  "Damen" und "Herren" noch die Rubrik "Unterernährte Kinder" hinzugefügt wurde, denn ich bin mir ganz sicher, dass ich bei Damenjacken geschaut habe. Ne jetzt mal ernsthaft, wat soll das denn? Die "Damen" die ich kenne haben in der Regel auch sowas wie weibliche Attribute wie Brüste, Kurven oder auch mal Wampen und dicke Hintern. Also gemeinhin das, was man unter einer damenhaften Ausstattung versteht. Und dann kriegst so ein Grischperl in einer Jacke vorgesetzt. Also nix gegen das Grischperl, das verdient ja auch nur sein Geld, aber als bundesdeutsche Durchschnittseinkaufswachtel würdest Du Dir nie und nimmer diese Jacke bestellen oder sie anprobieren wollen, ganz einfach, weil Du Dir nicht vorstellen kannst, wie sie an einer Frau aussehen könnte, weil eben ein Klappradl drinsteckt. Und mein Radl braucht keine Jacke, ist aber auch kein Klapprad. Auf Klapprad bin ich übrigens gekommen, weil die Tendenz dahingeht, dass die Models die Ärmchen immer so noch vorne klappen und in die Hohlbrust gehen (ist das Gegenteil von Hohlkreuz).
Ich finds ärgerlich, wie sollen die Mädchen denn heutzutage lernen, selbstbewußt durch die Welt zu gehen, wenn ihnen allerorts vorgebildert wird, dass sie wie Klappräder auszusehen haben. Das ist doch nicht erstrebenswert.
Da lobe ich mir die Aussage eines Designers auf die Frage einer Journalistin: "Was sollten Ihrer Meinung nach alle Frauen tragen?"  Seine Antwort darauf (ich weiß jetzt nicht mehr ob das der Herr Joop oder Signor Armani war): "Das Kinn nach oben."
Denn genau so kommt man meiner Ansicht nach im Leben weiter. Als Klappfahrrad mit Hängeschultern machst du dich nur klein und eine klapprädrige Präsenz haben, wenn man einen Raum betritt, come on, das ist doch nix.
So, genug echauffiert, ich bestelle jetzt eine Jacke für mein Fahrrad und bringe ihm bei, den Lenker immer schön nach oben zu tragen.

Euer Frollein, das jetzt gefälligst eine neue Jacke kaufen will

Mittwoch, 20. Februar 2013

Mal frei von der Leber weg aus dem Wörterbuch

Hallo meine lieben Leser,

ich war gerade online und hatte irgendwie Lust zu schreiben, keine Ahnung noch über was, aber die Finger sind mal wieder schneller als das Hirn und das muß ja nicht unbedingt das Schlechteste sein. Nur habe ich kein konkretes Thema, ist jetzt natürlich blöd. Aber das läßt sich lösen durch einen Blick ins nächste Wörterbuch. Ich mag das ja, einfach ein Wort rauspicken und schauen, was das Hirn dazu zu sagen hat. Gerade hatte ich das Wort "vergangen" gesehen, aber da ist mir die Schreiblust vergangen, drum hab ich weitergeblättert, und da ist mir aufgefallen, dass oben auf der Seite das jeweils erste und letzte Wort dieser Seite aufgeführt ist, und da gibts unfreiwillig lustige Wortkombinationen, bei denen man gleich komische Bilder im Kopf hat. Drum mach ich heut einen Faulen und geb Euch einfach nur Hirnfutter für Kopfbilder, et voilà: "Armleuchter- Audienz" zum Beispiel. Und:
"ausgekocht - auskurieren" Bild im Kopf: ein Arbeitnehmer, der sich in der Früh noch mit schlafkrätziger Stimme krank meldet und blaumachend auf der Couch fröhlich Kaffee trinkt.
"blasen- Blutarmut": ja, eine nachvollziehbare Kombination
"Destruktion - dieser und jener": ganz klarer Fall von PMS
"durchtrennen, Nabelschnur - D-Zug": ungewöhnlich, aber na gut
"ehrwürdig - Einbuchtung": hrhr, Mr. Bloods schönes Grübchen am Hintern ;)
"Elektrische - Emulsion": Aua!
"Gruppenzwang- Gymnastik": Sportunterricht bei Frau Wilczek
"Halskrause, bis zur - Häme": diese Berlusconi- Karikatur, die vor Kurzem durchs Netz geisterte
"heiter - heraushängen lassen": Trenchcoat
"lümmelhaft - lyrisch": Frollein Eves Sicht der Dinge ;)
"Matsch - Meinungsführer": Sandkastenboss
"Null - Nymphe": weniger schmeichelhafter Ausdruck
"Teich - Textil": schlammfarbener Badeanzug
"Währung - Waschung": ein bisschen umständlicherer Begriff für Geldwäsche
und letztendlich:
"Wortschatz - Wutz": Verbalerotiker

So, das wars von hier, fertig mit dem Ausflug ins Land der Wörterbücher und unfreiwilligen Neologismen.
Und ich geh jetzt, heiter meine Lümmelhaftigkeit raushängen lassen und in Teichtextilien gewandet als Matschmeinungsführer Nullnymphen und Wortschatzwutzen nach der Gruppenzwanggymnastik eine Armleuchter - Audienz zu gewähren.

Euch einen schönen Tag, Eure lyrische Wortschatzgymnastiknymphe


Donnerstag, 7. Februar 2013

Das Fernsehfrauenbild

das man heutzutage so durch die Kanäle stöckeln sieht, meine Lieben, gefällt mir irgendwie nicht. Ja, ich gebs zu, ab und an ziehe ich mir Trash in Form von Privatsendermüll rein, wenn ich mir das Hirn auslüften will und es neben mir aufs Sofa leg. Aber ich glaub ich sollte nicht, man kann sich auch mit einem Hirnsofa noch über bestimmte Dinge echauffieren. Ist mir gestern aufgefallen, als die neue Coke- Light Werbung lief mit den überdrehten Nachtlebenhühnern und diesem unheimlich nervigen Lied (I love it von Icona Pop). Und direkt danach der Bachelor. Und da ist mir irgendwie klargeworden, was für ein realitätsfernes Frauenbild den Fernsehenden da vorgesetzt wird. Glaubt man der Fernsehlandschaft ist das Weibsbild heutzutage grundsätzlich groß, schlank, modelmaß- ig, hat lange, glatte dunkelblonde mittelgescheitelte Haare, eine festgewachsene Tasche in der Armbeuge, meterhohe Highheels und außer begehbaren Kleiderschränken und Shopping nichts im Kopf oder ist ein jogginghosentragender überall gepiercter schlecht blondierter Assi, der sich mit anderen jogginghosentragenden, überall gepiercten und tätowierten Assis (männlich mit Glatze) grundsätzlich nur brüllend verständigt. Au weia! Und vor der Glotze dann die anderen 99,9% der weiblichen Bevölkerungsschicht, die entweder meinen, mit ihnen stimmt was nicht, weil sie nicht über mittelgescheitelte highbeheelten Modelmaße verfügen oder bei den Brüllassis so einen Aggro bekommen, dass sie am liebsten den nächsten joggingbehosten Menschen an seiner Sportoptikhose in einen VHS- Rhetorikkurs ziehen würden.
So gehts mir zumindest, mit dem Unterschied, dass ich nicht glaube, dass mit mir was nicht stimmt, sondern mir eher Gedanken darüber mache, welchen Einfluß es auf die Entwicklung der Menschheit haben könnte, wenn man den Privatsendern mal versuchshalber ein Jahr lang Sendeverbot erteilt. Oder das Fernsehen mal eine zeitlang ganz abschafft. Und sich die Leute wieder an echten Menschen ohne Drehbuch orientieren müssten. Die Jugend plötzlich begreift, dass eine angestrebte Karriere bei DSDS mit garantiert lebenslangem Ruhm und dem einen oder anderen Urlaub im australischen Dschungel doch ein ziemlich unrealistischer und nicht erstrebenswerter Scheiß ist. Die Kreischmädels erkennen, dass die Ankunft des Zalandoboten nicht der Höhepunkt im Leben einer Frau ist und dass das im TV vermittelte Schönheitsideal im wahren Leben eher selten anzutreffen ist.
Vielleicht würde es aber auch einfach nur helfen, meine Glotze in ein Aquarium umzubauen, mein Hirn vom Sofakissen zu nehmen und ein bisschen spazierenzugehen, um wieder richtiges Hirnfutter für weitere Einträge zu sammeln. Au ja, komm Hirn, wir gehen.

Es grüßt Euch Euer Frollein, das sich jetzt die Jogginghosen anzieht, um brüllend mit einer Tasche in der Armbeuge im begehbaren Kleiderschrank herumzulaufen