Bonjour liebe Leser,
heute wirds kindisch. Hihi. Das muß sein, wirklich. Ich habe mal von Mr. Blood ein Kompliment bekommen, über das ich mich sehr gefreut habe. Und zwar: "Du bist die ideale Mischung aus Dame, Spaßbertl und Sau." Das ist doch mal was, nicht, da können sich die "Augen wie Sterne" gleich mal schleichen. Vor allem, weil er wirklich recht hat, ich kann z.B. mit hollywoodreifer Wellenfrisur, in Seide drapiert und feinsten englischen Tee aus allerfeinstem Porzellan trinkend, grunzend und oberschenkelpatschend ultraschlechte Witze erzählen, die sogar dem Herrn Brüderle noch wochenlang die Schamensröte in sein Altherrenwitzgesicht zaubern können. Ich finde ja, man sollte die verschiedenen Facetten seiner Persönlichkeit wie feines Silberbesteck immer wieder hervorholen und polieren, damit alles schön glänzt und das heißt im Falle der Facetten einfach ausleben. Und da man ja nicht den ganzen Tag feinstteetrinkend schlechte Witze vor sich hergrunzen kann, muss auch mal der Spaßbertl ran. Und da habe ich vor kurzem was entdeckt, das Supersilberpoliermittel für die kindische Seite in einem. Es gibt doch sogenannte Indoorspielplätze für Kinder. Das sind Riesenhallen, in denen sämtliche Vergnügungsgerätschaften für Kinder, die man sich nur vorstellen kann, aufgebaut sind: Rutschen, Hüpfburgen, Autorennstrecken, Trampolins, Bällebäder, all das. Nur meistens muss man als Erwachsener leider draussen bleiben, weil es eben ein Kinderspielplatz ist. Nicht so im Tucherland Nürnberg. Ich weiß ja nicht, wer von den Tucherlandbewohnern auf die grandiose Idee gekommen ist, diesen Indoorspielplatz, ok, Anglizismen to go, also äh, ja, wie sagt man dann: Überdachter, beheizter Spielplatz innerhalb eines geschlossenen Gebäudes, na auf jeden Fall das halt einmal im Monat auch für Erwachsene freizugeben. GRANDIOS!!! Nicht? Und da ich ja einen kleinen Bruder habe, der letztes Jahr einen runden Geburtstag Richtung "Jetzt bist Du aber erwachsen" gefeiert hat, habe ich mir gedacht, ich schenke ihm einen Tag auf dem Spielplatz mit der großen Schwester inkl. einem typischen Kinderessen wie Pommes oder Würschtl oder was man halt als kleiner Mensch immer so gerne gegessen hat, ohne über Kalorien, Fettgehalt und den ganzen Schnickschnack da nachzudenken. Einen Bruder zu haben ist übrigens super :) Als Kind hat man jemanden, den man permanent ärgern und verkloppen kann, ich wollte ja eigentlich einen großen Bruder, habe aber jetzt so im Nachhinein Verständnis für die Nichterfüllung dieses Wunsches. Außerdem ist mein Bruder ja mittlerweile größer als ich, also geht er auch als großer Bruder durch und als Erwachsene hat man jemanden, mit dem man auf einen überdachten, beheizten Spielplatz innerhalb eines geschlossenen Gebäudes gehen kann. Und auch sonst ist das prima. :)
Und letzte Woche war es soweit, und wer hätte gedacht, dass es im Vorfeld komplizert werden würde, weil es ging schon los mit der Frage "Was ziehe ich auf einen Spielplatz an??" Mal ganz ehrlich, wie oft stellt man sich als erwachsener Mensch aktiv diese Frage? Im Kindesalter stellt man sich die nicht, da zieht man eben das an, was die Mama sagt, im Normalfall sogenannte "Matsch- und Buddelhosen" (das klingt wie Arbeitsbekleidung für Maulwürfe und Erdmännchen). Aber "Matsch- und Buddelhosen" mit über 30? Äh, muß mal kurz überlegen: Nein! Also, was zieht man an, praktisch soll es sein und aussehen wie ein Depp muß man aber trotzdem nicht. Und da habe ich bemerkt: Isch abe gar keine Hose. Nur Röcke und Kleider und ja, Sporthosen, aber: Nein! (Also jetzt im Rückblick: Doch!) Also habe ich mir einen Rock ausgesucht und muß mal ganz klar sagen, dass der Suzie-Q-Rock von Vecona Vintage nicht nur super tanz- und radltauglich, sondern auch noch super hüpfburgtauglich ist. Also, spielplatztauglich angezogen und den kleinen Bruder unter den Arm geklemmt sind wir ins Tucherland gefahren. Und da war echt sauviel los, es gibt also viel mehr Erwachsene, die auch mal gerne auf den Spielplatz wollen, als man sich denken kann. Was ich ein bißchen schade finde ist, dass es keine Garderobe im klassischen Sinne, also mit Klamotten abgeben gegen Zettel gibt, man hängt seine Jacke halt an einen herumstehenden Kleiderständer irgendwo hin, aber gut. Und Schuhe ausziehen. Und dann gings los, also ich weiß ja nicht, was da so los ist im Hirn, aber sobald man diesen überdachten, beheizten Spielplatz innerhalb eines geschlossenen Gebäudes betritt, legt man mit seiner Jacke auch den typischen Erwachsenenstock im Arsch ab und findet es gar nicht peinlich, sondern ziemlich spassig, sich mit anderen erwachsenen Menschen ins Bällebad zu schmeissen und diese mit bunten Plastikkugeln zu bewerfen. Und das war erst der Anfang, weiter gings auf dem Dreiradlparcours, erst hat mich mein kleiner Bruder angeschoben, dann ich ihn und dann gings schon weiter, die Riesenrutsche rauf und runter (auf der ich dann den Entschluss gefasst habe, doch das nächste Mal in Sporthosen hier aufzuschlagen, jetzt echt) und rein in die Hüpfburg. Geht es Euch bei Hüpfburgen eigentlich auch so, dass Ihr den drindenden Impuls habt, einen kilometerlangen Anlauf zu nehmen und mit einem Riesensatz mitten rein zu springen? Bis jetzt hat mich nur die mangelnde Lust auf Diskussionen mit wütenden Kindsbesitzern, die ihre Sprößlinge, die durch meinen Riesensatz links und rechts über die Burgmauern geflogen wären, außerhalb der Hüpfburg hätten aufsammeln können, davon abgehalten. Aber nun sah die Sache ja ganz anders aus: diese Hüpfburg war voll von Erwachsenen, die kilometerlange Anläufe nahmen, um mit einen Riesensatz mitten rein zu springen. Also nichts wie rein in die Burg. Juhu! Und wieder raus, weil da war doch noch irgenwo eine Kletterwand. Fand ich aber ziemlich anstrengend. Dafür wieder auf eine andere Rutsche, bei der es jedesmal, wenn einer runtergerutscht ist, einen Riesenschlag getan hat. Kommentiert mit einem "Hohoho" von denjenigen, die noch anstanden. Jaja, die werden schon sehen, was passiert, wenn sie runterrutschen. Aua. Unsanfte Landung, aber man ist ja gut gepolstert. Und dann waren wir erstmal fix und fertig, der kleine Bruder und ich. Jetzt mußte unbedingt eine Stärkung her, im Tatzenwirt, so heißt das Restaurant. Nachdem wir Pommes und Fanta in uns hineingestopft hatten, gings weiter. Erstmal nicht aufs Trampolin, glaub' das wäre keine so gute Idee gewesen, außer man hätte gewollt, dass auch Fanta und Pommes mitspringen, außerhalb des Magens dann wohl ab einer gewissen Sprunganzahl. Och nö. So haben wir uns für schnödes Rumliegen und den anderen "Kindern" beim Spielen zuschauen entschieden und darüber sinniert, ob es ab und zu vorkommt, dass manche Erwachsene nach dem Tatzenwirt in den kleinen Röhren und Rutschen steckenbleiben und ob es da wohl Personal mit langen Stecken gibt, die die vollgefressenen Erwachsenen dann wieder damit rausstochern. So haben wir kurz pausiert, um nachher wieder wie wild die Rutschbahnen zu strapazieren, die Softballkanonen auszuprobieren, ich hab sogar einem Kanonier gedroht, dass wenn er noch einmal meinen kleinen Bruder beschießt, es Ärger mit der großen Schwester gibt. Das würde er bestimmt nicht wollen, das könnt Ihr mir glauben. Danach ist mein Bruder den Hochseilgarten entlang balanciert und ich hab mich erfolgreich gedrückt, viel zu hoch ;). Aber Tischtennis, das mußte noch sein. Und Trampolinspringen, unbedingt, Fanta und Pommes sind mittlerweile auf der Rutschbahn schon eine Etage tiefer gerutscht ;). Und dann wieder alles von vorn, wir hatten sogar die Hüpfburg kurzfristig für uns allein bzw. auch mal jeder für sich allein. Uah! Aber irgendwann muss jedes noch so erwachsene Kind wieder nach Hause gehen und so haben wir uns kurz vor Schluß mit den anderen Kindern wieder glücklich und zerspielt auf den Heimweg gemacht und ich muss sagen: Das war der lustigste Abend seit langem und ich habe jetzt nicht wenige lustige Abende! Irgendwie kann man dann plötzlich wieder nachempfinden, wie das früher als Kind so war und ja: man findet bunte Bälle auch jenseits des Kinderalters plötzlich wieder faszinierend, man macht sich keine Gedanken darüber, ob die Frisur sitzt, nachdem einem vor lauter Trampolin- und Hüpfburghüpfen die Haare zu Berge stehen und es ist einem völlig wurscht, wieviele Kalorien die Tatzenwirt- Pommes haben, alles was zählt, ist der Moment und vor allem der Moment, in dem man aus der Riesenrutsche rumpelt. Aua. Aber was sind ein paar blaue Flecken schon gegen ein Paar leuchtende Augen, die noch Tage später bei den Worten "Spielplatz, Riesenrutsche, Trampolin, Hüpfburg, Bällebad und Kinderkarussell (so eins mit Pferden :))" aufleuchten. Das war echt ein Spaß und ich kann es echt jedem weiterempfehlen. An dieser Stelle auch nochmal ein riesen Dankeschön an meinen kleinen Bruder für diesen coolen Abend und ich bin mir sicher, dass wir noch das eine oder andere Mal in dem überdachten, beheizten Spielplatz innerhalb eines geschlossenen Gebäudes herumrutschen/hüpfen/fahren/klettern/steigen werden. Juhu!
Euer Frollein Kindskopf, das immer noch nicht fassen kann, eine ganze Hüpfburg mit ihrem Bruder mal für sich allein gehabt zu haben. Gnihihi :)
Donnerstag, 6. Februar 2014
Dienstag, 28. Januar 2014
Frollein Eves Sicht der Dinge als Geschenkvorschlag im Vintage Flaneur
ich fühle mich geehrt, und zwar ziemlich und zwar, weil ich ein Geschenkvorschlag bin. Und zwar im Vintage Flaneur! :) Wie Ihr sicher schon mitbekommen habt, habe ich ein Faible für die 20er - 40er Jahre, Vintage eben (für die Unwissenden: Vintage ist alter Krempel und Klamotten, den bzw. die Eure Mamas und Omas immer weggeschmissen haben ;)). Es hat mich schon lange gewundert, dass nicht schon einer die Gelegenheit beim Schopf gepackt hat und ein Themenmagazin rausgebracht hat, aber nun dann doch. Und das in einer sehr schönen, unterhaltsamen und aufwendigen (ich werden aufwendig nie mit ä schreiben, nie, wie sieht das denn aus, also echt) Art und Weise. Und darüber freue ich mich sehr, und noch viel mehr, darin sogar als Geschenkvorschlag aufzutauchen. Das ist nämlich ein sehr feines Magazin, das im Pocketformat und mit schön anzufassendem Papier daherkommt. Ich zitiere mal von der Seite des Vintage Flaneur:
"Der Vintage Flaneur bietet Schönes und Kleidsames für die Dame von Welt, Hinweise für den Sitz ihrer Haare und Wissenswertes für ihre Schönheit. Aber auch der mondäne Herr kommt auf seine Kosten: Der Vintage Flaneur beinhaltet Herrenkultur vom Feinsten. Doch damit erschöpft es sich nicht: Erfahren Sie Interessantes aus dem Deutschland der Zeit Ihrer Wahl, über Kultur, Künstler, Literatur, Technik, Musik, Tanz, Essen und Trinken… Ob Sie schon lange Vintage leben und lieben, oder ob Sie noch auf der Suche nach einem Weg sind, Ihr Leben zu verschönern, sich selber und Ihre Umwelt mehr wertzuschätzen und sich im positivsten Sinne von der breiten Masse alltagstauglich abzuheben: Der Vintage Flaneur unterhält Sie mit Schönem und Wissenswertem und zeigt verschiedenste Wege, ein modernes Leben im Stil der 20er bis 50er Jahre zu führen."
Besser hätte man es nicht formulieren können und deshalb habe ich den Text übernommen. Na, das klingt doch nach einem schönen Magazin, nicht? An Eurer Stelle würde ich das mal kaufen, und falls Ihr ein Geschenk in Buchform sucht, na Ihr wißt schon ;).
Herzlichen Dank an die Redaktion für diese gelungene Überraschung und weiterhin viele schöne, stilvolle Ausgaben.
So, ich freu mich jetzt noch und mach mir mal die Haare schön, irgendwie ist mir gerade, passend zum Thema und zum Gefühl, nach Victory Rolls ;)
Euer Frollein Charmant Unterhaltsam und manchmal einfach ein bisschen Anders von und zu Buchtipp
Sonntag, 26. Januar 2014
Oldschool oder einfach nur hinterher?
Hallo liebe Leser,
long time no read, aber das liegt daran, dass hier momentan sehr viel los ist und ich nicht so zum Schreiben komme, wie ich gerne würde. Aber jetzt würde ich nicht nur gerne, jetzt mach ich einfach...Heute gibt es wieder einen eher nachdenklichen Eintrag. Auf das folgende Thema bin ich beim Fusselbürstenkaufen gekommen. Ich hatte mal so eine Fusselrolle vom schwedischen Textilkaufhaus, bei der man nach Benutzung die einzelnen Klebeblätter abreissen und wegwerfen konnte. Praktisch, aber im Endeffekt eigentlich ein Scheiß, weil erstens gab es keine Nachfüllklebeblätter und zweitens konnte man praktisch nach einer Rolle Entfusslerei das ganze Plastikding wegwerfen. Ein Scheiß, sag ich doch. Und weil ich darauf keine Lust hatte, bin ich ins Kaufhaus und habe mir eines dieser Oldschool- Fusselbürsten gekauft, kennt Ihr die überhaupt noch, Generation Plastik ;)? Gibts meistens in Rot und Du bürstest die Fusseln damit einfach ab (in die eine Richtung) und wenn Du mal versehentlich die Richtung verwechselt, bürstest Du die Fusseln wieder drauf. Lustig, was ;). Und beim Oldschoolfusselbürsten habe ich sie bemerkt, die Sehnsucht nach dem Alten, Praktischen, und auch dem Übersichtlichen. Nicht nur in Hinsicht auf Fusselbürsten, sondern vor allem im technischen Bereich. Ich bin ein sturer Bock, wenn es darum geht, ständig den neuesten technischen Entwicklungen hinterherzuhasten. Warum soll ich mein Handy wegwerfen, das noch prima funktioniert, nur weil alle zwei Wochen neue, sich übertrumpfende Modelle auf den Markt kommen? Warum soll ich meine treue Senseo, die mich seit über sechs Jahren mit Koffein abfüllt, gegen eine dieser schnieken Kapselmaschinen eintauschen, nur weil man von Mr. Clooney und anderen bunten Kapselkonsumenten damit zugeschissen wird? Habt Ihr Euch mal bewußt gemacht, was man damit für einen Müll produziert? Eine Alukapsel für eine windige Tasse Kaffee. Eigentlich ein hirnrissiger Wahnsinn. Klar schmeckt das gut, aber muss ich es deswegen unbedingt haben?
Ich komme mir vor, wie eine Oma auf einer Parkbank, die Entenfütternd den ganzen technischen Schnickschnack an sich vorbeiziehen lässt. Nur habe ich statt einem Omahäkelschal ständig das Gefühl von "Du mußt doch auf dem aktuellen Stand bleiben" im Nacken, was kein Angenehmes ist und ich versuche herauszufinden, ob ich wirklich schon so werbegeschädigt bin, dass ich mir einbilde, etwas zu brauchen, was ich nicht wirklich benötige. Denn wenn ich den Aktuellen-Stand-bleiben-müssen-Nackenschal mal abnehme und mich umsehe, dann merke ich, dass ich mit meinem Laptop von 2006 und der CS3-Photoshop- Version noch immer sehr zufrieden bin, und auch mit den anderen technischen Gerätschaften, die wirklich alles andere als technisch Up-to-date sind, gute Arbeit leisten kann, mit der ich vollauf zufrieden bin. Sollte ich es nicht mehr sein und merken, dass mir etwas fehlt, würde ich es ändern, aber soll ich es ändern, nur weil Konzerne mir alle paar Monate durch Updates suggerieren, hip und am Puls der Zeit zu sein, wenn ich mit auf den sich immer schneller fahrenden Konsumzug aufspringe. Hey, ich bin doch kein Hipster, der sich in die engbeinigen Hosen macht, wenn er nicht SOFORT am Erscheinungstag ein neues buntes Apfeltelefon bekommt. Und mittlerweile fahren so viele Konsumzüge auf den Konzerngleisen, daß der Abfahrtsplan den Umfang der Brockhaus Enzyklopädie locker um ein paar Seiten überragt und der Puls der Zeit schneller rast als ein ICE auf der Strecke Nürnberg- München.
Mir reicht's, ich ziehe es vor, momentan am Ruhepuls der Zeit zu verweilen und dem Treiben des lustigen Konsumverkehrs von außen zuzusehen und meinen gesunden Menschenverstand einzusetzen, der mir schon zu verstehen gibt, wann ich welches Upgrade brauche, um die Qualität meiner Arbeit oder meine Lebensqualität zu verbessern. Aber das möchte ich mir nicht von außen diktieren lassen. Stur eben.
Euer Frollein Ruhepuls, das gerade keinen Bock auf schnellebigen Konsumschnickschnack hat
long time no read, aber das liegt daran, dass hier momentan sehr viel los ist und ich nicht so zum Schreiben komme, wie ich gerne würde. Aber jetzt würde ich nicht nur gerne, jetzt mach ich einfach...Heute gibt es wieder einen eher nachdenklichen Eintrag. Auf das folgende Thema bin ich beim Fusselbürstenkaufen gekommen. Ich hatte mal so eine Fusselrolle vom schwedischen Textilkaufhaus, bei der man nach Benutzung die einzelnen Klebeblätter abreissen und wegwerfen konnte. Praktisch, aber im Endeffekt eigentlich ein Scheiß, weil erstens gab es keine Nachfüllklebeblätter und zweitens konnte man praktisch nach einer Rolle Entfusslerei das ganze Plastikding wegwerfen. Ein Scheiß, sag ich doch. Und weil ich darauf keine Lust hatte, bin ich ins Kaufhaus und habe mir eines dieser Oldschool- Fusselbürsten gekauft, kennt Ihr die überhaupt noch, Generation Plastik ;)? Gibts meistens in Rot und Du bürstest die Fusseln damit einfach ab (in die eine Richtung) und wenn Du mal versehentlich die Richtung verwechselt, bürstest Du die Fusseln wieder drauf. Lustig, was ;). Und beim Oldschoolfusselbürsten habe ich sie bemerkt, die Sehnsucht nach dem Alten, Praktischen, und auch dem Übersichtlichen. Nicht nur in Hinsicht auf Fusselbürsten, sondern vor allem im technischen Bereich. Ich bin ein sturer Bock, wenn es darum geht, ständig den neuesten technischen Entwicklungen hinterherzuhasten. Warum soll ich mein Handy wegwerfen, das noch prima funktioniert, nur weil alle zwei Wochen neue, sich übertrumpfende Modelle auf den Markt kommen? Warum soll ich meine treue Senseo, die mich seit über sechs Jahren mit Koffein abfüllt, gegen eine dieser schnieken Kapselmaschinen eintauschen, nur weil man von Mr. Clooney und anderen bunten Kapselkonsumenten damit zugeschissen wird? Habt Ihr Euch mal bewußt gemacht, was man damit für einen Müll produziert? Eine Alukapsel für eine windige Tasse Kaffee. Eigentlich ein hirnrissiger Wahnsinn. Klar schmeckt das gut, aber muss ich es deswegen unbedingt haben?
Ich komme mir vor, wie eine Oma auf einer Parkbank, die Entenfütternd den ganzen technischen Schnickschnack an sich vorbeiziehen lässt. Nur habe ich statt einem Omahäkelschal ständig das Gefühl von "Du mußt doch auf dem aktuellen Stand bleiben" im Nacken, was kein Angenehmes ist und ich versuche herauszufinden, ob ich wirklich schon so werbegeschädigt bin, dass ich mir einbilde, etwas zu brauchen, was ich nicht wirklich benötige. Denn wenn ich den Aktuellen-Stand-bleiben-müssen-Nackenschal mal abnehme und mich umsehe, dann merke ich, dass ich mit meinem Laptop von 2006 und der CS3-Photoshop- Version noch immer sehr zufrieden bin, und auch mit den anderen technischen Gerätschaften, die wirklich alles andere als technisch Up-to-date sind, gute Arbeit leisten kann, mit der ich vollauf zufrieden bin. Sollte ich es nicht mehr sein und merken, dass mir etwas fehlt, würde ich es ändern, aber soll ich es ändern, nur weil Konzerne mir alle paar Monate durch Updates suggerieren, hip und am Puls der Zeit zu sein, wenn ich mit auf den sich immer schneller fahrenden Konsumzug aufspringe. Hey, ich bin doch kein Hipster, der sich in die engbeinigen Hosen macht, wenn er nicht SOFORT am Erscheinungstag ein neues buntes Apfeltelefon bekommt. Und mittlerweile fahren so viele Konsumzüge auf den Konzerngleisen, daß der Abfahrtsplan den Umfang der Brockhaus Enzyklopädie locker um ein paar Seiten überragt und der Puls der Zeit schneller rast als ein ICE auf der Strecke Nürnberg- München.
Mir reicht's, ich ziehe es vor, momentan am Ruhepuls der Zeit zu verweilen und dem Treiben des lustigen Konsumverkehrs von außen zuzusehen und meinen gesunden Menschenverstand einzusetzen, der mir schon zu verstehen gibt, wann ich welches Upgrade brauche, um die Qualität meiner Arbeit oder meine Lebensqualität zu verbessern. Aber das möchte ich mir nicht von außen diktieren lassen. Stur eben.
Euer Frollein Ruhepuls, das gerade keinen Bock auf schnellebigen Konsumschnickschnack hat
Montag, 6. Januar 2014
Wie im Film ...
denkt man sich doch manchmal, liebe Leser, oder aber ob man sich gerade im falschen Film befindet. Aber darum geht es jetzt nicht. Eher um Vortäuschung falscher Tatsachen im Film, die aber in der Realität dann immer ganz anders aussehen. Filmküsse zum Beispiel. Uah! Die haben mir meinen allerersten Kuß versaut. Ich war nicht nur mit einer festen Zahnspange gestraft, sondern auch mit der festen Überzeugung, dass es bei einem Kuß darauf ankommt, immer möglichst blöd mit dem Kopf zu wackeln. Ist Euch das mal bei Filmküssen aufgefallen, dieses übertriebene Kopfgewackel der sich küssenden Darsteller? Das macht doch in der Realität kein Mensch!!! Ausser ich, damals. Dass es nur bei dem einen Kuß geblieben ist, versteht sich von selbst. Danke Hollywood! Und da gibt es noch was, das mir gestern aufgefallen ist. Mr. Blood und ich waren im Dampfbad und nachdem man fertig gedampft hat, muss man sich ja irgendwann mal wieder anziehen. Und meistens ist die Haut dann noch nicht 100% trocken. Und jetzt gehts ans Anziehen. Die Damen werden wissen, was ich meine und vielleicht auch noch ein paar Herren, Balletttänzer und Robin Hood. Situation Hollywood: Frau kommt pitschpatschnass aus der Dusche, will sich anziehen und steigt elegant in ihre Strumpfhose, zieht sie hoch und: fertig! Situation reales Leben (nicht nur nach dem Dampfbad): Frau kommt pitschpatschnass aus der Dusche, will sich anziehen und steigt elegant (noch) in ihre Strumpfhose, will sie hochziehen, und jetzt beginnt der Kampf. Was in Hollywood ganz easy aussieht, hat in der Realität was von einem Insekt, das versehentlich in ein Spinnennetz geflogen ist und sich zappelnd und die Beine um sich werfend immer weiter in ein transparentes Gebilde verstrickt, ein erbärmliches Bild, nur dass das Insekt raus, die Frau aber rein will. Was sie irgendwann begleitet von einem wilden Tanz garniert mit ein paar weniger filmreifen Ausdrücken und im ungünstigsten Falle noch ein paar Laufmaschen dazu auch geschafft hat. Ganz easy, pah! Und wenns ganz dumm kommt, kommt dann auch noch ihr Partner rein, der sie dann aber statt sie mit einem filmreifen Wackelkopf küssend um den Verstand bringt eher mit einem vor Lachen wackelndem Bauch an den Restrand der Tobsucht bringt. Jaja, Hollywood, pah! Filmküsse pah! Heldinnen in Strumpfhosen, pah!
Euer Frollein Wackeldackel, das gerne mal einen Bankräuber sehen würde, der sich nach dem Dampfbad eine Strumpfmaske über seinen Bösenbubenkopf ziehen will, und das nicht in Hollywood, haha. Pah! Und übrigens: ich wünsche Euch ein tolles, erfolgreiches, lustiges und gesundes neues Jahr! :)
Euer Frollein Wackeldackel, das gerne mal einen Bankräuber sehen würde, der sich nach dem Dampfbad eine Strumpfmaske über seinen Bösenbubenkopf ziehen will, und das nicht in Hollywood, haha. Pah! Und übrigens: ich wünsche Euch ein tolles, erfolgreiches, lustiges und gesundes neues Jahr! :)
Dienstag, 31. Dezember 2013
Ich wünsche Euch
meine lieben Leser, einen guten Rutsch ins neue Jahr, obwohl ich diesen Ausdruck ein bissl blöd finde, aber Ihr wißt schon, was ich meine. Damit meine ich: Herzlichen Dank für Eure Blogbesuche hier bei mir, für die Unterstützung des Buchprojektes, das sich ja dieses Jahr realisiert hat, für die zahlreichen Buchkäufe, Eure Werbung dafür, das Interesse an der Grafiklinie und der damit verbundenen Produkte und auch den regen Einkauf selbiger und einfach dafür, dass es Euch gibt :).
Ich hatte dieses Jahr das Glück, viele liebenswerte Leute kennenzulernen, zu erfahren, wie es ist, einen Mentor zu finden, der das feine Fingerspitzengefühl zwischen Antrieb und Arschtritt beherrscht und als weiteres Highlight eine begeisterte Zuhörerschaft bei meinen Lesungen vorzufinden. Das ist natürlich sehr fein ;). Desweiteren natürlich die schöne Zeit mit Familie und Freunden, das macht Spaß, das machen wir 2014 auch. :)
So, und jetzt ab, feiern, leise oder laut, mit Sekt oder Wasser, drin oder draussen, allein oder mit einigen Leuten, Hauptsache, Ihr habt Spaß und laßt es Euch gut gehen!
Wir lesen uns nächstes Jahr wieder und passt mit den Krachern auf.
Euer Frollein New Years Eve ;) (das war auch wieder einfach)
Ich hatte dieses Jahr das Glück, viele liebenswerte Leute kennenzulernen, zu erfahren, wie es ist, einen Mentor zu finden, der das feine Fingerspitzengefühl zwischen Antrieb und Arschtritt beherrscht und als weiteres Highlight eine begeisterte Zuhörerschaft bei meinen Lesungen vorzufinden. Das ist natürlich sehr fein ;). Desweiteren natürlich die schöne Zeit mit Familie und Freunden, das macht Spaß, das machen wir 2014 auch. :)
So, und jetzt ab, feiern, leise oder laut, mit Sekt oder Wasser, drin oder draussen, allein oder mit einigen Leuten, Hauptsache, Ihr habt Spaß und laßt es Euch gut gehen!
Wir lesen uns nächstes Jahr wieder und passt mit den Krachern auf.
Euer Frollein New Years Eve ;) (das war auch wieder einfach)
Montag, 30. Dezember 2013
Die Freuden der Massage
Hallo liebe Leser,
na, setzt Euch der (Vor)weihnachtsstress schon zu. Uiui. Da weiß ich was dagegen: eine Massage. Ich liebe Massagen und Massagegutscheine. Da freu ich mich immer wie der Dackel von einem Bekannten, der sich vor Wiedersehensfreude fast immer überschlägt und dabei bocksprungbegleitend eine höchst amüsante Geräuschkulisse von sich fiept, nur mit dem Unterschied, dass ich dann nicht vor Freude auf den Teppich pinkle, das passiert dem Freudendackel nämlich manchmal. Mir halt nicht. Also Freudentanztheater nach Massagegutscheingeschenk. Was dann passiert, kennen wohl viele von Euch. Man legt den Gutschein in die Schublade, macht die Schublade ab und zu auf, streichelt den Umschlag und denkt sich "Nein, den löse ich nicht einfach so ein, sondern investiere ihn dann als Belohnung oder zu einer ganz besonderen Gelegenheit". Und diese besondere Gelegenheit ist im Normalfall dann die Woche vor dem Verfall der Gutscheingültigkeit. Dann wird hektisch, ob's nun zeitlich passt oder nicht, ein Massagetermin vereinbart und dann kommt man eh verspannt vor lauter Hektik und hat eine Massage bitter nötig. So wie gestern. Und ja, es war schön. Ooooh. Aber beileibe nicht alle Arten von Massagen, es gibt nämlich eine, bei der ich schreiend davonlaufen würde. Und zwar eine Stirngussölmassage. Uah! Da wird einem warmes Öl auf die Stirn gegossen, ja pfui! Ja uuuuuuuuuuuuuuh! Ja nix da!!! Was dann passieren würde wäre Folgendes: wie ein Stück Seife unter der Dusche würde ich dem Massagefräulein aus den Händen glitschen und schreiend das Weite suchen, in der Realität würde ich ihr aus den Händen glitschen und vor lauter Öl erstmal huii ausrutschen, mich aber dann stuntfraumäßig abrollen und unter der Rolle rückwärts das Massagestudio schreiend verlassen. Unentspannt, versteht sich. So aber nicht gestern. Darum also doch entspannt. Glück gehabt, huha!
Und darum gibt es keinen Rutsch ins neue Jahr, sondern einen elegant entspannten Übergang von einem schönen Jahr ins nächste. Und das wünsche ich Euch auch. :)
Euer Frollein Entspanntheit in Person
na, setzt Euch der (Vor)weihnachtsstress schon zu. Uiui. Da weiß ich was dagegen: eine Massage. Ich liebe Massagen und Massagegutscheine. Da freu ich mich immer wie der Dackel von einem Bekannten, der sich vor Wiedersehensfreude fast immer überschlägt und dabei bocksprungbegleitend eine höchst amüsante Geräuschkulisse von sich fiept, nur mit dem Unterschied, dass ich dann nicht vor Freude auf den Teppich pinkle, das passiert dem Freudendackel nämlich manchmal. Mir halt nicht. Also Freudentanztheater nach Massagegutscheingeschenk. Was dann passiert, kennen wohl viele von Euch. Man legt den Gutschein in die Schublade, macht die Schublade ab und zu auf, streichelt den Umschlag und denkt sich "Nein, den löse ich nicht einfach so ein, sondern investiere ihn dann als Belohnung oder zu einer ganz besonderen Gelegenheit". Und diese besondere Gelegenheit ist im Normalfall dann die Woche vor dem Verfall der Gutscheingültigkeit. Dann wird hektisch, ob's nun zeitlich passt oder nicht, ein Massagetermin vereinbart und dann kommt man eh verspannt vor lauter Hektik und hat eine Massage bitter nötig. So wie gestern. Und ja, es war schön. Ooooh. Aber beileibe nicht alle Arten von Massagen, es gibt nämlich eine, bei der ich schreiend davonlaufen würde. Und zwar eine Stirngussölmassage. Uah! Da wird einem warmes Öl auf die Stirn gegossen, ja pfui! Ja uuuuuuuuuuuuuuh! Ja nix da!!! Was dann passieren würde wäre Folgendes: wie ein Stück Seife unter der Dusche würde ich dem Massagefräulein aus den Händen glitschen und schreiend das Weite suchen, in der Realität würde ich ihr aus den Händen glitschen und vor lauter Öl erstmal huii ausrutschen, mich aber dann stuntfraumäßig abrollen und unter der Rolle rückwärts das Massagestudio schreiend verlassen. Unentspannt, versteht sich. So aber nicht gestern. Darum also doch entspannt. Glück gehabt, huha!
Und darum gibt es keinen Rutsch ins neue Jahr, sondern einen elegant entspannten Übergang von einem schönen Jahr ins nächste. Und das wünsche ich Euch auch. :)
Euer Frollein Entspanntheit in Person
Dienstag, 24. Dezember 2013
Jingle Bells, meine Lieben
Meine lieben Leser,
ich wünsche Euch schöne Weihnachten, eine zauberhafte Zeit und einen guten Übertritt ins neue Jahr. :)
Zwischen den Jahren schreibe ich noch mal was, aber jetzt gibt es Essen, juhu! Also, habt einen schönen Christmas Eve (juhu!) und eine gute Zeit ;) ;).
Euer Frollein Christmas Eve (das war ja einfach) ;)
ich wünsche Euch schöne Weihnachten, eine zauberhafte Zeit und einen guten Übertritt ins neue Jahr. :)
Euer Frollein Christmas Eve (das war ja einfach) ;)
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