hat mich ein Onkel damals genannt, so ca. Anfang der 80er. Könnt Ihr Euch das vorstellen, liebe Leser? Katzenschreck, ich? Da war ich echt schon ein bißchen angefressen damals und fand das auch recht gemein von ihm, als er brüllend vor Lachen an Omas sonntäglichem Kaffeetisch saß und laufend "Katzenschreck" vor sich hinwieherte.
Bin ich doch mit Katzen aufgewachsen und wußte von klein auf, wie man mit Katzen umgeht und wie nicht. Gut jetzt so im Nachhinein kann ich das schon ein bißchen verstehen, weil so ein kindliches Katzenumgangsverständnis sich vielleicht doch ein bißchen von dem unterscheidet, wie man als Erwachsener mit Katzen umgeht. Ich kann mir zum Beispiel heute nicht mehr vorstellen, dass Katzen gerne Puppenkleider tragen oder nun tja...gut, die Aktion mit dem Katzenschreck eben.
Es begab sich also eines Sonntagnachmittags in der großelterlichen Küche. Großes Kaffeetrinken bei den Erwachsenen, heißt große Langeweile beim kleinen Frollein Eve. Und da weder die Perserkatze meiner Großeltern noch ich Kaffee tranken, haben wir uns eben in die anderen Räumlichkeiten verzogen. Ich glaube meine Oma hatte sich an dem Tag noch beschwert, dass die Katze soviel Arbeit macht, weil man sie wegen ihrem Perserfell immer bürsten muss, damit sie keine Knoten bekommt (lustige Vorstellung als Kind, vor allem wenn man sich alles immer bildlich vorstellt). Und da ich ja weder wollte, dass die Oma viel Arbeit hat, noch dass die Katze verknotet, habe ich wohl eine Entscheidung getroffen, die jetzt die Oma so im Nachhinein doch nicht so ganz einen Freudentanz hat aufführen lassen.
Die Entscheidung bestand aus einer kindlichen Kombination aus Perserkatze - Omahelfen - und einer Bürste. Das Problem aus Sicht meiner Oma und auch der Perserkatze war, dass die einzige greifbare Bürste zu diesem Zeitpunkt meiner kindlichen Hilfsbereitschaft nun ja, die Klobürste war. Aber Bürste ist Bürste. Wie genau ich das jetzt gemacht habe, weiß ich nicht mehr, nur dass ich die Bürste ordentlich ins Klo getunkt habe, um sie nass zu machen, damit ich die Katze besser bürsten konnte. Die undankbare Katze jedenfalls hat sich aber nicht so lang bürsten lassen, aber lange genug, um ihren Umfang optisch zu halbieren. Ihr wisst schon, Perserkatzen sind nur so voluminös weil das Fell so dicht ist, wenn das Fell jedoch relativ nass ist, dann ist auch eine Perserkatze relativ dünn. Und schnell.
Jedenfalls war das Geschrei aus der Küche groß und es wurde auch nicht besser, als ich mit der Klobürste in der Hand der nassen Katze in die Küche hinterhergelaufen bin. Die versammelte Verwandschaft wusste jetzt auch spontan nicht, wie sie da am besten reagieren sollte. Die Reaktionen waren geteilt. Meine Oma hat recht geschimpft, glaub ich, aber erst, nachdem sie gelacht hat oder umgekehert und der besagte Onkel hat vor lauter Lachen gar nix mehr gesagt, außer Katzenschreck und das noch Jahre danach, wenn wir uns gesehen haben. Von meinen Eltern habe ich glaube ich einen Anstandsanschiss bekommen, aber allzuviel Ernsthaftigkeit konnten sie auch nicht an den Tag legen, dafür war wohl die sogenannte Situationskomik doch zu vorherrschend. Die Katze fand das glaube ich auch nicht so lustig, sie hat sich zur Freude meiner Oma das Fell geleckt und musste vielleicht an dem Tag auf die üblichen Streicheleinheiten verzichten. Aber he, zumindest war sie frisch gebürstet und hatte keine Knoten.
Naja, auf jeden Fall habe ich dem Tag gelernt, dass Bürste nicht gleich Bürste ist und einen neuen Spitznamen habe ich auch dazubekommen. Heute mache ich sowas natürlich nicht mehr. Bin ja kein Katzenschreck, also wirklich.
Euer Frollein Hilfsbereit, das bürstentechnisch mit allen Wassern gewaschen ist
Dienstag, 22. April 2014
Dienstag, 8. April 2014
Eis essen,
liebe Leser, das ist eine Kunst. Und Kunst kommt von können. Dachte ich nicht, zumindest bis gestern. Ich dachte, Eis essen kann jeder Depp, ohne Schaden an Leib und Seele zu nehmen. Zumindest am Leib. Und es ist mir zum ersten Mal in meinem gefräßigen Leben passiert. Und das tut ganz schön weh. Aua. Damit meine ich nicht die empfindlichen Zähne, die jeder aus der Zahnpasta-Werbung kennt. Das kann ja jeder. Nein, es geht noch viel unangenehmer. Ich weiß nicht, wer von meiner geneigten Leserschaft den Film "Dumm und dümmer" aus dem Jahr 1994 gesehen hat. Könnt Ihr Euch noch an die eine Szene erinnern, in der der blonde Darsteller mit seiner Zunge am Bügel des Skiliftes hängen geblieben ist? Die da:
http://www.youtube.com/watch?v=J2wnmpyH1Ns
Hahaha, was habe ich gelacht. Bis es mir gestern vergangen ist, ich konnte ja nicht mehr. Oder haben Sie schon mal herzlich gelacht mit einem Eis im Mund, an dem ihre Ober-und Unterlippe festgepappt sind? Haha, blödes Bild, wirklich, und noch ein viel blöderes Gefühl, wenn man entgegen besseren Wissens denkt, das Eis durch Ziehen wieder aus dem Mund zu bekommen. Das einzige was passiert, ist, dass man sich die Waffel langzieht, und damit meine ich nicht die Eiswaffel, war nämlich eh ein Steckerleis. Ein Capri, ein hundsgemeines. Also hatte ich erstmal nur viermal so lange Lippen mit einem Eis dran. Auaauaaua!
Klar ging es irgendwann mal wieder runter, das hat aber ein bisschen gedauert und war jetzt nicht so wirklich ein Glanzstück an Eleganz beim Steckerleis essen. Ha, Hauptsache ich hatte den Mund wieder frei, auch wenn er jetzt gefroren war und ich aussah wie Dr. Zoidberg aus Futurama.
Das tut ganz schön weh. Pah! Das nächste Mal kaufe ich wieder ein Capri und halte es in die Sonne bis es weg ist, das hat es dann davon, werden wir schon sehen, wer hier am längeren Stecken sitzt. Pah!
Euer Frollein Z., das einem Eis demnächst mit viermal so lang gespitzten Lippen "Like ice in the sunshine" vorpfeift, püh
http://www.youtube.com/watch?v=J2wnmpyH1Ns
Hahaha, was habe ich gelacht. Bis es mir gestern vergangen ist, ich konnte ja nicht mehr. Oder haben Sie schon mal herzlich gelacht mit einem Eis im Mund, an dem ihre Ober-und Unterlippe festgepappt sind? Haha, blödes Bild, wirklich, und noch ein viel blöderes Gefühl, wenn man entgegen besseren Wissens denkt, das Eis durch Ziehen wieder aus dem Mund zu bekommen. Das einzige was passiert, ist, dass man sich die Waffel langzieht, und damit meine ich nicht die Eiswaffel, war nämlich eh ein Steckerleis. Ein Capri, ein hundsgemeines. Also hatte ich erstmal nur viermal so lange Lippen mit einem Eis dran. Auaauaaua!
Klar ging es irgendwann mal wieder runter, das hat aber ein bisschen gedauert und war jetzt nicht so wirklich ein Glanzstück an Eleganz beim Steckerleis essen. Ha, Hauptsache ich hatte den Mund wieder frei, auch wenn er jetzt gefroren war und ich aussah wie Dr. Zoidberg aus Futurama.
Das tut ganz schön weh. Pah! Das nächste Mal kaufe ich wieder ein Capri und halte es in die Sonne bis es weg ist, das hat es dann davon, werden wir schon sehen, wer hier am längeren Stecken sitzt. Pah!
Euer Frollein Z., das einem Eis demnächst mit viermal so lang gespitzten Lippen "Like ice in the sunshine" vorpfeift, püh
Montag, 31. März 2014
Frollein Eves Sicht der Dinge als Buchtipp in der Sonderausgabe zur Leipziger Buchmesse
Hallo liebe Leser,
das freut mich aber jetzt sehr. Habe soeben entdeckt, dass mein Buch als Buchtipp in der Sonderausgabe zur Leipziger Buchmesse des Bookondemand Magazins genannt ist. Find ich gut, sehr gut sogar. Freut mich, vielen Dank :)
Hier:
Euer Frollein Eve, deren Sicht der Dinge eine sehr Erfreuliche ist
das freut mich aber jetzt sehr. Habe soeben entdeckt, dass mein Buch als Buchtipp in der Sonderausgabe zur Leipziger Buchmesse des Bookondemand Magazins genannt ist. Find ich gut, sehr gut sogar. Freut mich, vielen Dank :)
Hier:
Euer Frollein Eve, deren Sicht der Dinge eine sehr Erfreuliche ist
Lerchen, Eulen, Morgenmuffel
Hallo liebe Leser,
Frühlingsanfang, Zeitumstellung, Hurra! Da kommt man wieder leichter aus dem Bett, geht es Euch auch so? Ich hab da mal vor Kurzem was gelesen, dass es zwei Arten von Aufsteh-und-ins-Bett-geh-Menschen gibt. Die Eulen und die Lerchen. Die Lerchen sind diejenigen, die nach frühzeitigem Bettgang beim Aufstehen mit den Augen auch gleich den Mund aufmachen und ein fröhliches Lied tirilieren bzw. fröhlich vor sich hinplappern und die Eulen sind diejenigen, die die plappernden Frühaufsteher dann erwürgen könnten. Das sind nämlich jene Menschen, die in der Früh am liebsten gar nicht aufstehen würden, weil sie relativ spät ins Bett gegangen sind, weil sie eben relativ spät müde werden, darum sagt man ja auch Nachteulen und nicht Nachdemabendessengleichinsbetteulen. Und wenn eine Eule gezwungenermaßen in der Früh aufstehen muss, dann öffnet sie meist nur ein Auge und das auch nur auf halbmast und hält grundsätzlich erst mal den Schnabel. Oder sich die Ohren zu, wenn in der Küche schon eine Lerche sitzt. Zu den Eulen sagt man meist auch Morgenmuffel und ganz ehrlich, ich bin ein Morgenmuffel, ein ausgeprägter sogar. Wenn ich aufstehe, bleibt mein Kopf gefühlt noch eine Weile liegen und was haben wir an einem Kopf dran? Richtig: Ohren und Mund, Sprech- und Hörorgane. Eben jene Organe, die wiederum mit den Lerchen beim ersten Morgengrauen zusammen aus dem Bett springen, wohingegen die Eulen erst dann das Morgengrauen bekommen, wenn sie frisch aufgestanden auf eine Lerche und deren Sprechorgan treffen. Denn die Lerche sitzt bereits fröhlich plappernd am Frühstückstisch und spricht zur Not mit sich selbst. Bis die Eule mit ihren Augenringen, aber ohne Mund und Ohren, am Frühstückstisch Platz genommen hat. Dann spricht sie mit der Eule. Und die will garantiert nichts hören. Manche Lerchen sind aber auch Wink-mit-dem-Wald resistent. Etwa wenn die Eule kopflos kundtut, dass sie frühmorgens nicht reden möchte. Und mit reden meint sie: Sich unterhalten. Die resistente Lerche versteht dann gerne "Ah, sie möchte nicht reden, aber zuhören, davon hat sie nichts gesagt" und quasselt weiter. Argh! Also echt jetzt!
Meist sind Lerchen auch nach den Morgenstunden noch Dampfplauderer, Quasselstrippen, Zulaberer und Sichgerneredenhörer, die unverständlicherweise gerne mal sagen "Ich weiß, dass ich viel rede". Ja aber! Wenn man das doch selbst schon weiß, dann ist das doch schon der erste Schritt Richtung Selbstreflexion mit anschließender Aktion: Nämlich Klappe halten! Aber nein: "Ich weiß, dass ich viel rede, blablablalblabla." Lästig, wirklich. Nicht? Und solche wissentlichen Vielredner sind dann meist auch Lerchen. Zur Freude aller Eulen. Mpf. Ich hab da mal so einen Jutebeutel gesehen, auf dem stand "There is a special place in hell for fashion bloggers" (Für Modeblogger gibt es einen speziellen Platz in der Hölle). Und ich bin mir sicher, dass sich dort auch ein lauschiges Plätzchen für quasselstrippende Lerchen findet. Ziemlich weit weg von den eulenden Morgenmuffeln dieser Welt, die dann die himmlische Ruhe genießen. Aaaaaaaaaaah.
Euer Fr-eule-in Morgenmuffel, das schon mal ein lauschiges Plätzchen für die quasselnden Morgenlerchen reserviert, aber nicht am Frühstückstisch
Frühlingsanfang, Zeitumstellung, Hurra! Da kommt man wieder leichter aus dem Bett, geht es Euch auch so? Ich hab da mal vor Kurzem was gelesen, dass es zwei Arten von Aufsteh-und-ins-Bett-geh-Menschen gibt. Die Eulen und die Lerchen. Die Lerchen sind diejenigen, die nach frühzeitigem Bettgang beim Aufstehen mit den Augen auch gleich den Mund aufmachen und ein fröhliches Lied tirilieren bzw. fröhlich vor sich hinplappern und die Eulen sind diejenigen, die die plappernden Frühaufsteher dann erwürgen könnten. Das sind nämlich jene Menschen, die in der Früh am liebsten gar nicht aufstehen würden, weil sie relativ spät ins Bett gegangen sind, weil sie eben relativ spät müde werden, darum sagt man ja auch Nachteulen und nicht Nachdemabendessengleichinsbetteulen. Und wenn eine Eule gezwungenermaßen in der Früh aufstehen muss, dann öffnet sie meist nur ein Auge und das auch nur auf halbmast und hält grundsätzlich erst mal den Schnabel. Oder sich die Ohren zu, wenn in der Küche schon eine Lerche sitzt. Zu den Eulen sagt man meist auch Morgenmuffel und ganz ehrlich, ich bin ein Morgenmuffel, ein ausgeprägter sogar. Wenn ich aufstehe, bleibt mein Kopf gefühlt noch eine Weile liegen und was haben wir an einem Kopf dran? Richtig: Ohren und Mund, Sprech- und Hörorgane. Eben jene Organe, die wiederum mit den Lerchen beim ersten Morgengrauen zusammen aus dem Bett springen, wohingegen die Eulen erst dann das Morgengrauen bekommen, wenn sie frisch aufgestanden auf eine Lerche und deren Sprechorgan treffen. Denn die Lerche sitzt bereits fröhlich plappernd am Frühstückstisch und spricht zur Not mit sich selbst. Bis die Eule mit ihren Augenringen, aber ohne Mund und Ohren, am Frühstückstisch Platz genommen hat. Dann spricht sie mit der Eule. Und die will garantiert nichts hören. Manche Lerchen sind aber auch Wink-mit-dem-Wald resistent. Etwa wenn die Eule kopflos kundtut, dass sie frühmorgens nicht reden möchte. Und mit reden meint sie: Sich unterhalten. Die resistente Lerche versteht dann gerne "Ah, sie möchte nicht reden, aber zuhören, davon hat sie nichts gesagt" und quasselt weiter. Argh! Also echt jetzt!
Meist sind Lerchen auch nach den Morgenstunden noch Dampfplauderer, Quasselstrippen, Zulaberer und Sichgerneredenhörer, die unverständlicherweise gerne mal sagen "Ich weiß, dass ich viel rede". Ja aber! Wenn man das doch selbst schon weiß, dann ist das doch schon der erste Schritt Richtung Selbstreflexion mit anschließender Aktion: Nämlich Klappe halten! Aber nein: "Ich weiß, dass ich viel rede, blablablalblabla." Lästig, wirklich. Nicht? Und solche wissentlichen Vielredner sind dann meist auch Lerchen. Zur Freude aller Eulen. Mpf. Ich hab da mal so einen Jutebeutel gesehen, auf dem stand "There is a special place in hell for fashion bloggers" (Für Modeblogger gibt es einen speziellen Platz in der Hölle). Und ich bin mir sicher, dass sich dort auch ein lauschiges Plätzchen für quasselstrippende Lerchen findet. Ziemlich weit weg von den eulenden Morgenmuffeln dieser Welt, die dann die himmlische Ruhe genießen. Aaaaaaaaaaah.
Euer Fr-eule-in Morgenmuffel, das schon mal ein lauschiges Plätzchen für die quasselnden Morgenlerchen reserviert, aber nicht am Frühstückstisch
Freitag, 14. März 2014
Mein Gesicht kann Origami
Liebe Leser,
echt jetzt. Ihr kennt doch Origami, oder? Das ist eine japanische Basteltradition, in der aus quadratischen Papieren wahre Kunstwerke gefaltet werden, also nicht nur schnöde Schiffchen, Dreiecke und Tapezierhüte, sondern alles, was Flora und Fauna zu bieten hat, also die Tier- und Pflanzenwelt rauf und runter. Faszinierend, wenn man's kann, wenn nicht, dann sieht das halt aus wie ein zerknüllter Papierball, ein Dreieck, Schiffchen oder ein Tapezierhut. ... ob die Japaner zum Tapezieren Faltkraniche auf dem Kopf tragen? Wundern würds mich nicht. Ja, und mit falten hat das eine ganze Menge zu tun. Bzw. mit Falten. Und zwar mit meiner Stirnfalte. Die zwischen den Augen, das kommt vom Rumgranteln. Und vor kurzem war ich bei einem romantischen Kerzenscheinabendessen in einem romantischen Restaurant und der romantische Nebentisch war von einem romantikkillenden Handyhineinplärrer belegt. Und je länger er über meinem romantischen Kerzenscheinabendessen in sein Handy hineingeplärrt hat, desto tiefer wurde meine Grantelfalte, die sich nach ein paar Minuten fast bis in meinen Hinterkopf hineingefurcht hat. Und beim Blick in die blitzende Gabel, die sich gerne ganz unromantisch in die Handyhaltende Plärrhand hineingebohrt hätte, habe ich zu meinem Erstaunen erkannt, dass ich mit meinem Gesicht Origami falten kann, nämlich eine Furie in Originalgröße! Mach das mal nach, japanischer Kranichbastler. Pah, ein Kranich ist ein Tapezierhut dagegen! Die Furie und ich haben dann aus meiner quadratischen Papierserviette noch einen originalgetreuen Viertklässlerpapierflieger gebaut und ihn mit einem "Nimm dies, Handyfatzke" auf die Reise Richtung Nachbartisch geschickt. Leider haben wir bei der Konstruktion des Serviettenbombers nicht die minimale Flughöhe- und Weite des Ausgangsmaterials bedacht und so landete besagtes Fluggerät kläglich neben dem Salatteller - auf dem eigenen Tisch. Aber der Handymann hatte inzwischen aufgehört, durch sein Verbalgesülz den Mitessern das romantische Kerzenscheinabendessen zu verderben und kann darüber wirklich froh sein, sonst hätten wir ihn nämlich zusammengefaltet, die Furie und ich und ihn mit einem präzisen Faltenwurf vor die Tür gesetzt. Als Arschkranich mit Ohren. In Originalgröße.
Euer Frollein Origami, dessen Stirn wahrlich Raum zur freien Entfaltung der Furienpersönlichkeit bietet. In Originalgröße.
echt jetzt. Ihr kennt doch Origami, oder? Das ist eine japanische Basteltradition, in der aus quadratischen Papieren wahre Kunstwerke gefaltet werden, also nicht nur schnöde Schiffchen, Dreiecke und Tapezierhüte, sondern alles, was Flora und Fauna zu bieten hat, also die Tier- und Pflanzenwelt rauf und runter. Faszinierend, wenn man's kann, wenn nicht, dann sieht das halt aus wie ein zerknüllter Papierball, ein Dreieck, Schiffchen oder ein Tapezierhut. ... ob die Japaner zum Tapezieren Faltkraniche auf dem Kopf tragen? Wundern würds mich nicht. Ja, und mit falten hat das eine ganze Menge zu tun. Bzw. mit Falten. Und zwar mit meiner Stirnfalte. Die zwischen den Augen, das kommt vom Rumgranteln. Und vor kurzem war ich bei einem romantischen Kerzenscheinabendessen in einem romantischen Restaurant und der romantische Nebentisch war von einem romantikkillenden Handyhineinplärrer belegt. Und je länger er über meinem romantischen Kerzenscheinabendessen in sein Handy hineingeplärrt hat, desto tiefer wurde meine Grantelfalte, die sich nach ein paar Minuten fast bis in meinen Hinterkopf hineingefurcht hat. Und beim Blick in die blitzende Gabel, die sich gerne ganz unromantisch in die Handyhaltende Plärrhand hineingebohrt hätte, habe ich zu meinem Erstaunen erkannt, dass ich mit meinem Gesicht Origami falten kann, nämlich eine Furie in Originalgröße! Mach das mal nach, japanischer Kranichbastler. Pah, ein Kranich ist ein Tapezierhut dagegen! Die Furie und ich haben dann aus meiner quadratischen Papierserviette noch einen originalgetreuen Viertklässlerpapierflieger gebaut und ihn mit einem "Nimm dies, Handyfatzke" auf die Reise Richtung Nachbartisch geschickt. Leider haben wir bei der Konstruktion des Serviettenbombers nicht die minimale Flughöhe- und Weite des Ausgangsmaterials bedacht und so landete besagtes Fluggerät kläglich neben dem Salatteller - auf dem eigenen Tisch. Aber der Handymann hatte inzwischen aufgehört, durch sein Verbalgesülz den Mitessern das romantische Kerzenscheinabendessen zu verderben und kann darüber wirklich froh sein, sonst hätten wir ihn nämlich zusammengefaltet, die Furie und ich und ihn mit einem präzisen Faltenwurf vor die Tür gesetzt. Als Arschkranich mit Ohren. In Originalgröße.
Euer Frollein Origami, dessen Stirn wahrlich Raum zur freien Entfaltung der Furienpersönlichkeit bietet. In Originalgröße.
Donnerstag, 6. Februar 2014
Kindsköpfigkeiten
Bonjour liebe Leser,
heute wirds kindisch. Hihi. Das muß sein, wirklich. Ich habe mal von Mr. Blood ein Kompliment bekommen, über das ich mich sehr gefreut habe. Und zwar: "Du bist die ideale Mischung aus Dame, Spaßbertl und Sau." Das ist doch mal was, nicht, da können sich die "Augen wie Sterne" gleich mal schleichen. Vor allem, weil er wirklich recht hat, ich kann z.B. mit hollywoodreifer Wellenfrisur, in Seide drapiert und feinsten englischen Tee aus allerfeinstem Porzellan trinkend, grunzend und oberschenkelpatschend ultraschlechte Witze erzählen, die sogar dem Herrn Brüderle noch wochenlang die Schamensröte in sein Altherrenwitzgesicht zaubern können. Ich finde ja, man sollte die verschiedenen Facetten seiner Persönlichkeit wie feines Silberbesteck immer wieder hervorholen und polieren, damit alles schön glänzt und das heißt im Falle der Facetten einfach ausleben. Und da man ja nicht den ganzen Tag feinstteetrinkend schlechte Witze vor sich hergrunzen kann, muss auch mal der Spaßbertl ran. Und da habe ich vor kurzem was entdeckt, das Supersilberpoliermittel für die kindische Seite in einem. Es gibt doch sogenannte Indoorspielplätze für Kinder. Das sind Riesenhallen, in denen sämtliche Vergnügungsgerätschaften für Kinder, die man sich nur vorstellen kann, aufgebaut sind: Rutschen, Hüpfburgen, Autorennstrecken, Trampolins, Bällebäder, all das. Nur meistens muss man als Erwachsener leider draussen bleiben, weil es eben ein Kinderspielplatz ist. Nicht so im Tucherland Nürnberg. Ich weiß ja nicht, wer von den Tucherlandbewohnern auf die grandiose Idee gekommen ist, diesen Indoorspielplatz, ok, Anglizismen to go, also äh, ja, wie sagt man dann: Überdachter, beheizter Spielplatz innerhalb eines geschlossenen Gebäudes, na auf jeden Fall das halt einmal im Monat auch für Erwachsene freizugeben. GRANDIOS!!! Nicht? Und da ich ja einen kleinen Bruder habe, der letztes Jahr einen runden Geburtstag Richtung "Jetzt bist Du aber erwachsen" gefeiert hat, habe ich mir gedacht, ich schenke ihm einen Tag auf dem Spielplatz mit der großen Schwester inkl. einem typischen Kinderessen wie Pommes oder Würschtl oder was man halt als kleiner Mensch immer so gerne gegessen hat, ohne über Kalorien, Fettgehalt und den ganzen Schnickschnack da nachzudenken. Einen Bruder zu haben ist übrigens super :) Als Kind hat man jemanden, den man permanent ärgern und verkloppen kann, ich wollte ja eigentlich einen großen Bruder, habe aber jetzt so im Nachhinein Verständnis für die Nichterfüllung dieses Wunsches. Außerdem ist mein Bruder ja mittlerweile größer als ich, also geht er auch als großer Bruder durch und als Erwachsene hat man jemanden, mit dem man auf einen überdachten, beheizten Spielplatz innerhalb eines geschlossenen Gebäudes gehen kann. Und auch sonst ist das prima. :)
Und letzte Woche war es soweit, und wer hätte gedacht, dass es im Vorfeld komplizert werden würde, weil es ging schon los mit der Frage "Was ziehe ich auf einen Spielplatz an??" Mal ganz ehrlich, wie oft stellt man sich als erwachsener Mensch aktiv diese Frage? Im Kindesalter stellt man sich die nicht, da zieht man eben das an, was die Mama sagt, im Normalfall sogenannte "Matsch- und Buddelhosen" (das klingt wie Arbeitsbekleidung für Maulwürfe und Erdmännchen). Aber "Matsch- und Buddelhosen" mit über 30? Äh, muß mal kurz überlegen: Nein! Also, was zieht man an, praktisch soll es sein und aussehen wie ein Depp muß man aber trotzdem nicht. Und da habe ich bemerkt: Isch abe gar keine Hose. Nur Röcke und Kleider und ja, Sporthosen, aber: Nein! (Also jetzt im Rückblick: Doch!) Also habe ich mir einen Rock ausgesucht und muß mal ganz klar sagen, dass der Suzie-Q-Rock von Vecona Vintage nicht nur super tanz- und radltauglich, sondern auch noch super hüpfburgtauglich ist. Also, spielplatztauglich angezogen und den kleinen Bruder unter den Arm geklemmt sind wir ins Tucherland gefahren. Und da war echt sauviel los, es gibt also viel mehr Erwachsene, die auch mal gerne auf den Spielplatz wollen, als man sich denken kann. Was ich ein bißchen schade finde ist, dass es keine Garderobe im klassischen Sinne, also mit Klamotten abgeben gegen Zettel gibt, man hängt seine Jacke halt an einen herumstehenden Kleiderständer irgendwo hin, aber gut. Und Schuhe ausziehen. Und dann gings los, also ich weiß ja nicht, was da so los ist im Hirn, aber sobald man diesen überdachten, beheizten Spielplatz innerhalb eines geschlossenen Gebäudes betritt, legt man mit seiner Jacke auch den typischen Erwachsenenstock im Arsch ab und findet es gar nicht peinlich, sondern ziemlich spassig, sich mit anderen erwachsenen Menschen ins Bällebad zu schmeissen und diese mit bunten Plastikkugeln zu bewerfen. Und das war erst der Anfang, weiter gings auf dem Dreiradlparcours, erst hat mich mein kleiner Bruder angeschoben, dann ich ihn und dann gings schon weiter, die Riesenrutsche rauf und runter (auf der ich dann den Entschluss gefasst habe, doch das nächste Mal in Sporthosen hier aufzuschlagen, jetzt echt) und rein in die Hüpfburg. Geht es Euch bei Hüpfburgen eigentlich auch so, dass Ihr den drindenden Impuls habt, einen kilometerlangen Anlauf zu nehmen und mit einem Riesensatz mitten rein zu springen? Bis jetzt hat mich nur die mangelnde Lust auf Diskussionen mit wütenden Kindsbesitzern, die ihre Sprößlinge, die durch meinen Riesensatz links und rechts über die Burgmauern geflogen wären, außerhalb der Hüpfburg hätten aufsammeln können, davon abgehalten. Aber nun sah die Sache ja ganz anders aus: diese Hüpfburg war voll von Erwachsenen, die kilometerlange Anläufe nahmen, um mit einen Riesensatz mitten rein zu springen. Also nichts wie rein in die Burg. Juhu! Und wieder raus, weil da war doch noch irgenwo eine Kletterwand. Fand ich aber ziemlich anstrengend. Dafür wieder auf eine andere Rutsche, bei der es jedesmal, wenn einer runtergerutscht ist, einen Riesenschlag getan hat. Kommentiert mit einem "Hohoho" von denjenigen, die noch anstanden. Jaja, die werden schon sehen, was passiert, wenn sie runterrutschen. Aua. Unsanfte Landung, aber man ist ja gut gepolstert. Und dann waren wir erstmal fix und fertig, der kleine Bruder und ich. Jetzt mußte unbedingt eine Stärkung her, im Tatzenwirt, so heißt das Restaurant. Nachdem wir Pommes und Fanta in uns hineingestopft hatten, gings weiter. Erstmal nicht aufs Trampolin, glaub' das wäre keine so gute Idee gewesen, außer man hätte gewollt, dass auch Fanta und Pommes mitspringen, außerhalb des Magens dann wohl ab einer gewissen Sprunganzahl. Och nö. So haben wir uns für schnödes Rumliegen und den anderen "Kindern" beim Spielen zuschauen entschieden und darüber sinniert, ob es ab und zu vorkommt, dass manche Erwachsene nach dem Tatzenwirt in den kleinen Röhren und Rutschen steckenbleiben und ob es da wohl Personal mit langen Stecken gibt, die die vollgefressenen Erwachsenen dann wieder damit rausstochern. So haben wir kurz pausiert, um nachher wieder wie wild die Rutschbahnen zu strapazieren, die Softballkanonen auszuprobieren, ich hab sogar einem Kanonier gedroht, dass wenn er noch einmal meinen kleinen Bruder beschießt, es Ärger mit der großen Schwester gibt. Das würde er bestimmt nicht wollen, das könnt Ihr mir glauben. Danach ist mein Bruder den Hochseilgarten entlang balanciert und ich hab mich erfolgreich gedrückt, viel zu hoch ;). Aber Tischtennis, das mußte noch sein. Und Trampolinspringen, unbedingt, Fanta und Pommes sind mittlerweile auf der Rutschbahn schon eine Etage tiefer gerutscht ;). Und dann wieder alles von vorn, wir hatten sogar die Hüpfburg kurzfristig für uns allein bzw. auch mal jeder für sich allein. Uah! Aber irgendwann muss jedes noch so erwachsene Kind wieder nach Hause gehen und so haben wir uns kurz vor Schluß mit den anderen Kindern wieder glücklich und zerspielt auf den Heimweg gemacht und ich muss sagen: Das war der lustigste Abend seit langem und ich habe jetzt nicht wenige lustige Abende! Irgendwie kann man dann plötzlich wieder nachempfinden, wie das früher als Kind so war und ja: man findet bunte Bälle auch jenseits des Kinderalters plötzlich wieder faszinierend, man macht sich keine Gedanken darüber, ob die Frisur sitzt, nachdem einem vor lauter Trampolin- und Hüpfburghüpfen die Haare zu Berge stehen und es ist einem völlig wurscht, wieviele Kalorien die Tatzenwirt- Pommes haben, alles was zählt, ist der Moment und vor allem der Moment, in dem man aus der Riesenrutsche rumpelt. Aua. Aber was sind ein paar blaue Flecken schon gegen ein Paar leuchtende Augen, die noch Tage später bei den Worten "Spielplatz, Riesenrutsche, Trampolin, Hüpfburg, Bällebad und Kinderkarussell (so eins mit Pferden :))" aufleuchten. Das war echt ein Spaß und ich kann es echt jedem weiterempfehlen. An dieser Stelle auch nochmal ein riesen Dankeschön an meinen kleinen Bruder für diesen coolen Abend und ich bin mir sicher, dass wir noch das eine oder andere Mal in dem überdachten, beheizten Spielplatz innerhalb eines geschlossenen Gebäudes herumrutschen/hüpfen/fahren/klettern/steigen werden. Juhu!
Euer Frollein Kindskopf, das immer noch nicht fassen kann, eine ganze Hüpfburg mit ihrem Bruder mal für sich allein gehabt zu haben. Gnihihi :)
heute wirds kindisch. Hihi. Das muß sein, wirklich. Ich habe mal von Mr. Blood ein Kompliment bekommen, über das ich mich sehr gefreut habe. Und zwar: "Du bist die ideale Mischung aus Dame, Spaßbertl und Sau." Das ist doch mal was, nicht, da können sich die "Augen wie Sterne" gleich mal schleichen. Vor allem, weil er wirklich recht hat, ich kann z.B. mit hollywoodreifer Wellenfrisur, in Seide drapiert und feinsten englischen Tee aus allerfeinstem Porzellan trinkend, grunzend und oberschenkelpatschend ultraschlechte Witze erzählen, die sogar dem Herrn Brüderle noch wochenlang die Schamensröte in sein Altherrenwitzgesicht zaubern können. Ich finde ja, man sollte die verschiedenen Facetten seiner Persönlichkeit wie feines Silberbesteck immer wieder hervorholen und polieren, damit alles schön glänzt und das heißt im Falle der Facetten einfach ausleben. Und da man ja nicht den ganzen Tag feinstteetrinkend schlechte Witze vor sich hergrunzen kann, muss auch mal der Spaßbertl ran. Und da habe ich vor kurzem was entdeckt, das Supersilberpoliermittel für die kindische Seite in einem. Es gibt doch sogenannte Indoorspielplätze für Kinder. Das sind Riesenhallen, in denen sämtliche Vergnügungsgerätschaften für Kinder, die man sich nur vorstellen kann, aufgebaut sind: Rutschen, Hüpfburgen, Autorennstrecken, Trampolins, Bällebäder, all das. Nur meistens muss man als Erwachsener leider draussen bleiben, weil es eben ein Kinderspielplatz ist. Nicht so im Tucherland Nürnberg. Ich weiß ja nicht, wer von den Tucherlandbewohnern auf die grandiose Idee gekommen ist, diesen Indoorspielplatz, ok, Anglizismen to go, also äh, ja, wie sagt man dann: Überdachter, beheizter Spielplatz innerhalb eines geschlossenen Gebäudes, na auf jeden Fall das halt einmal im Monat auch für Erwachsene freizugeben. GRANDIOS!!! Nicht? Und da ich ja einen kleinen Bruder habe, der letztes Jahr einen runden Geburtstag Richtung "Jetzt bist Du aber erwachsen" gefeiert hat, habe ich mir gedacht, ich schenke ihm einen Tag auf dem Spielplatz mit der großen Schwester inkl. einem typischen Kinderessen wie Pommes oder Würschtl oder was man halt als kleiner Mensch immer so gerne gegessen hat, ohne über Kalorien, Fettgehalt und den ganzen Schnickschnack da nachzudenken. Einen Bruder zu haben ist übrigens super :) Als Kind hat man jemanden, den man permanent ärgern und verkloppen kann, ich wollte ja eigentlich einen großen Bruder, habe aber jetzt so im Nachhinein Verständnis für die Nichterfüllung dieses Wunsches. Außerdem ist mein Bruder ja mittlerweile größer als ich, also geht er auch als großer Bruder durch und als Erwachsene hat man jemanden, mit dem man auf einen überdachten, beheizten Spielplatz innerhalb eines geschlossenen Gebäudes gehen kann. Und auch sonst ist das prima. :)
Und letzte Woche war es soweit, und wer hätte gedacht, dass es im Vorfeld komplizert werden würde, weil es ging schon los mit der Frage "Was ziehe ich auf einen Spielplatz an??" Mal ganz ehrlich, wie oft stellt man sich als erwachsener Mensch aktiv diese Frage? Im Kindesalter stellt man sich die nicht, da zieht man eben das an, was die Mama sagt, im Normalfall sogenannte "Matsch- und Buddelhosen" (das klingt wie Arbeitsbekleidung für Maulwürfe und Erdmännchen). Aber "Matsch- und Buddelhosen" mit über 30? Äh, muß mal kurz überlegen: Nein! Also, was zieht man an, praktisch soll es sein und aussehen wie ein Depp muß man aber trotzdem nicht. Und da habe ich bemerkt: Isch abe gar keine Hose. Nur Röcke und Kleider und ja, Sporthosen, aber: Nein! (Also jetzt im Rückblick: Doch!) Also habe ich mir einen Rock ausgesucht und muß mal ganz klar sagen, dass der Suzie-Q-Rock von Vecona Vintage nicht nur super tanz- und radltauglich, sondern auch noch super hüpfburgtauglich ist. Also, spielplatztauglich angezogen und den kleinen Bruder unter den Arm geklemmt sind wir ins Tucherland gefahren. Und da war echt sauviel los, es gibt also viel mehr Erwachsene, die auch mal gerne auf den Spielplatz wollen, als man sich denken kann. Was ich ein bißchen schade finde ist, dass es keine Garderobe im klassischen Sinne, also mit Klamotten abgeben gegen Zettel gibt, man hängt seine Jacke halt an einen herumstehenden Kleiderständer irgendwo hin, aber gut. Und Schuhe ausziehen. Und dann gings los, also ich weiß ja nicht, was da so los ist im Hirn, aber sobald man diesen überdachten, beheizten Spielplatz innerhalb eines geschlossenen Gebäudes betritt, legt man mit seiner Jacke auch den typischen Erwachsenenstock im Arsch ab und findet es gar nicht peinlich, sondern ziemlich spassig, sich mit anderen erwachsenen Menschen ins Bällebad zu schmeissen und diese mit bunten Plastikkugeln zu bewerfen. Und das war erst der Anfang, weiter gings auf dem Dreiradlparcours, erst hat mich mein kleiner Bruder angeschoben, dann ich ihn und dann gings schon weiter, die Riesenrutsche rauf und runter (auf der ich dann den Entschluss gefasst habe, doch das nächste Mal in Sporthosen hier aufzuschlagen, jetzt echt) und rein in die Hüpfburg. Geht es Euch bei Hüpfburgen eigentlich auch so, dass Ihr den drindenden Impuls habt, einen kilometerlangen Anlauf zu nehmen und mit einem Riesensatz mitten rein zu springen? Bis jetzt hat mich nur die mangelnde Lust auf Diskussionen mit wütenden Kindsbesitzern, die ihre Sprößlinge, die durch meinen Riesensatz links und rechts über die Burgmauern geflogen wären, außerhalb der Hüpfburg hätten aufsammeln können, davon abgehalten. Aber nun sah die Sache ja ganz anders aus: diese Hüpfburg war voll von Erwachsenen, die kilometerlange Anläufe nahmen, um mit einen Riesensatz mitten rein zu springen. Also nichts wie rein in die Burg. Juhu! Und wieder raus, weil da war doch noch irgenwo eine Kletterwand. Fand ich aber ziemlich anstrengend. Dafür wieder auf eine andere Rutsche, bei der es jedesmal, wenn einer runtergerutscht ist, einen Riesenschlag getan hat. Kommentiert mit einem "Hohoho" von denjenigen, die noch anstanden. Jaja, die werden schon sehen, was passiert, wenn sie runterrutschen. Aua. Unsanfte Landung, aber man ist ja gut gepolstert. Und dann waren wir erstmal fix und fertig, der kleine Bruder und ich. Jetzt mußte unbedingt eine Stärkung her, im Tatzenwirt, so heißt das Restaurant. Nachdem wir Pommes und Fanta in uns hineingestopft hatten, gings weiter. Erstmal nicht aufs Trampolin, glaub' das wäre keine so gute Idee gewesen, außer man hätte gewollt, dass auch Fanta und Pommes mitspringen, außerhalb des Magens dann wohl ab einer gewissen Sprunganzahl. Och nö. So haben wir uns für schnödes Rumliegen und den anderen "Kindern" beim Spielen zuschauen entschieden und darüber sinniert, ob es ab und zu vorkommt, dass manche Erwachsene nach dem Tatzenwirt in den kleinen Röhren und Rutschen steckenbleiben und ob es da wohl Personal mit langen Stecken gibt, die die vollgefressenen Erwachsenen dann wieder damit rausstochern. So haben wir kurz pausiert, um nachher wieder wie wild die Rutschbahnen zu strapazieren, die Softballkanonen auszuprobieren, ich hab sogar einem Kanonier gedroht, dass wenn er noch einmal meinen kleinen Bruder beschießt, es Ärger mit der großen Schwester gibt. Das würde er bestimmt nicht wollen, das könnt Ihr mir glauben. Danach ist mein Bruder den Hochseilgarten entlang balanciert und ich hab mich erfolgreich gedrückt, viel zu hoch ;). Aber Tischtennis, das mußte noch sein. Und Trampolinspringen, unbedingt, Fanta und Pommes sind mittlerweile auf der Rutschbahn schon eine Etage tiefer gerutscht ;). Und dann wieder alles von vorn, wir hatten sogar die Hüpfburg kurzfristig für uns allein bzw. auch mal jeder für sich allein. Uah! Aber irgendwann muss jedes noch so erwachsene Kind wieder nach Hause gehen und so haben wir uns kurz vor Schluß mit den anderen Kindern wieder glücklich und zerspielt auf den Heimweg gemacht und ich muss sagen: Das war der lustigste Abend seit langem und ich habe jetzt nicht wenige lustige Abende! Irgendwie kann man dann plötzlich wieder nachempfinden, wie das früher als Kind so war und ja: man findet bunte Bälle auch jenseits des Kinderalters plötzlich wieder faszinierend, man macht sich keine Gedanken darüber, ob die Frisur sitzt, nachdem einem vor lauter Trampolin- und Hüpfburghüpfen die Haare zu Berge stehen und es ist einem völlig wurscht, wieviele Kalorien die Tatzenwirt- Pommes haben, alles was zählt, ist der Moment und vor allem der Moment, in dem man aus der Riesenrutsche rumpelt. Aua. Aber was sind ein paar blaue Flecken schon gegen ein Paar leuchtende Augen, die noch Tage später bei den Worten "Spielplatz, Riesenrutsche, Trampolin, Hüpfburg, Bällebad und Kinderkarussell (so eins mit Pferden :))" aufleuchten. Das war echt ein Spaß und ich kann es echt jedem weiterempfehlen. An dieser Stelle auch nochmal ein riesen Dankeschön an meinen kleinen Bruder für diesen coolen Abend und ich bin mir sicher, dass wir noch das eine oder andere Mal in dem überdachten, beheizten Spielplatz innerhalb eines geschlossenen Gebäudes herumrutschen/hüpfen/fahren/klettern/steigen werden. Juhu!
Euer Frollein Kindskopf, das immer noch nicht fassen kann, eine ganze Hüpfburg mit ihrem Bruder mal für sich allein gehabt zu haben. Gnihihi :)
Dienstag, 28. Januar 2014
Frollein Eves Sicht der Dinge als Geschenkvorschlag im Vintage Flaneur
ich fühle mich geehrt, und zwar ziemlich und zwar, weil ich ein Geschenkvorschlag bin. Und zwar im Vintage Flaneur! :) Wie Ihr sicher schon mitbekommen habt, habe ich ein Faible für die 20er - 40er Jahre, Vintage eben (für die Unwissenden: Vintage ist alter Krempel und Klamotten, den bzw. die Eure Mamas und Omas immer weggeschmissen haben ;)). Es hat mich schon lange gewundert, dass nicht schon einer die Gelegenheit beim Schopf gepackt hat und ein Themenmagazin rausgebracht hat, aber nun dann doch. Und das in einer sehr schönen, unterhaltsamen und aufwendigen (ich werden aufwendig nie mit ä schreiben, nie, wie sieht das denn aus, also echt) Art und Weise. Und darüber freue ich mich sehr, und noch viel mehr, darin sogar als Geschenkvorschlag aufzutauchen. Das ist nämlich ein sehr feines Magazin, das im Pocketformat und mit schön anzufassendem Papier daherkommt. Ich zitiere mal von der Seite des Vintage Flaneur:
"Der Vintage Flaneur bietet Schönes und Kleidsames für die Dame von Welt, Hinweise für den Sitz ihrer Haare und Wissenswertes für ihre Schönheit. Aber auch der mondäne Herr kommt auf seine Kosten: Der Vintage Flaneur beinhaltet Herrenkultur vom Feinsten. Doch damit erschöpft es sich nicht: Erfahren Sie Interessantes aus dem Deutschland der Zeit Ihrer Wahl, über Kultur, Künstler, Literatur, Technik, Musik, Tanz, Essen und Trinken… Ob Sie schon lange Vintage leben und lieben, oder ob Sie noch auf der Suche nach einem Weg sind, Ihr Leben zu verschönern, sich selber und Ihre Umwelt mehr wertzuschätzen und sich im positivsten Sinne von der breiten Masse alltagstauglich abzuheben: Der Vintage Flaneur unterhält Sie mit Schönem und Wissenswertem und zeigt verschiedenste Wege, ein modernes Leben im Stil der 20er bis 50er Jahre zu führen."
Besser hätte man es nicht formulieren können und deshalb habe ich den Text übernommen. Na, das klingt doch nach einem schönen Magazin, nicht? An Eurer Stelle würde ich das mal kaufen, und falls Ihr ein Geschenk in Buchform sucht, na Ihr wißt schon ;).
Herzlichen Dank an die Redaktion für diese gelungene Überraschung und weiterhin viele schöne, stilvolle Ausgaben.
So, ich freu mich jetzt noch und mach mir mal die Haare schön, irgendwie ist mir gerade, passend zum Thema und zum Gefühl, nach Victory Rolls ;)
Euer Frollein Charmant Unterhaltsam und manchmal einfach ein bisschen Anders von und zu Buchtipp
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