Mittwoch, 2. März 2011

Inkorrekte Aussprache des Namens Dita von Teese

So, etz werd ich aber fuchsteufelswild. JA IST DAS DENN SO SCHWER???
Dita von Teese ist Amerikanerin, soweit klar, und deshalb spricht man sie "von Ties" aus, aber ich glaub, das ist noch nicht bis ins Land der Teutonen, Allemannen und Germanen vorgedrungen. Kleines Wortspiel von Striptease, mit dem sich die schöne Dame ja unter anderem ihren Lebensunterhalt verdient. Denn wenn ich noch einmal "von Tehse" höre krieg ich Affektinkontinenz! Oder sagt hier jemand von Euch Strip-tehse? Auch hat die gute Dita nichts mit einem Teeset zu tun. Also, nochmal nachsprechen: von TIES. Und wehe, einer von Euch sagt ab jetzt noch mal von Tehse. Dann gibts eine Kopfnuss! Von mir persönlich! Gell!!

Peinliche Momente

kamen heute wieder in der Arbeit ans Licht. Ich hatte ihn ja so verdrängt, diesen unheimlich peinlichen Moment, in dem meine Birne dieselbe Farbe wie mein damaliges Radl angenommen hat: ROT, reinstes, pures ROT.

Heute in der Arbeit kamen wir eben auf peinliche Momente unserer Kindheit zu sprechen. Und da fiel er mir wieder ein. Huh! Also, das war so. Ich hatte damals einen Erzfeind, den Petz Stefan (Name von der Redaktion geändert. Sollte sich jemand wiedererkennen, wäre mir das sehr unangenehm).
Nein, ich konnte ihn einfach nicht leiden und er mich auch nicht. Und wenn man 10-11 Jahre alt ist, hält man damit auch nicht hintern Berg. Nene, das ist nicht so wie heute als erwachsener Mensch, wo man sich zähneknirschend einen Guten Morgen wünscht, obwohl man dem ungeliebten Gegenüber in Wirklichkeit wohl noch viel mehr wünscht.
Unsere täglichen Zusammentreffen, er hat direkt in einem Haus auf meinem Schulweg gewohnt, verliefen jedesmal lautstark, weniger freundlich und mit Ausdrücken, die manche hier wohl gar nicht mal kennen.
Auch an diesem Tag. Ich bin mit meinem Radl heimgefahren und hab ihn schon stehen sehen, diesen kleinen Fettsack. Der sich natürlich aufgebläht und zur täglichen Schimpftirade ausholend. Aber Madame seien ja auch nicht auf den Mund gefallen und ich wollte ihm diesesmal auch so richtig rausgeben. Ich war ja eh auf dem Radl, ergo schneller als dieser kleine Crétin.
Und damit das ja auch die ganze Strasse mitkriegt, dass ich genauso böse Sachen rumplärren kann wie mein Erzfeind Petz, habe ich meine Lungenflügel ebenso bis zum Anschlag aufgebläht und dummerweise hatte ich just in diesem Moment, als ich am Rumbrüllen war, einen dummen, dummen Wortdreher.
Und statt des sowohl brüllen gewollten "Fick Dich" als auch "Leck mich" habe ich halt dann  versehentlich "Fick mich" gebrüllt, aber frage nicht wie. Und dann hat er gebrüllt, vor Lachen.
So war das nicht geplant, mein feuerrotes Jugendfahrrad und ich wurden farblich eins und ich habe, begleitet von einer schallenden Lachsalve vom Petz, schnell in die Pedale getreten und bin von da an erstmal einen gescheiten Umweg in die Schule gefahren. Welch Schmach!
Ja, und diesen Moment hatte ich bis heute verdrängt. Uah, so schnell passiert mir so wat nicht mehr. Ausserdem hab ich ja jetzt ein grünes Radl, beruhigend, irgendwie.

Euch einen schönen Abend,
die Wortverdreherin

Viva und MTV

Ja HIMMELARSCH! Ich versuche gerade mich abzulenken und mir die neuesten Videoclips reinzuziehen, aber nix is.
Ich war ja schon froh, dass zufällig auf einem der beiden "Musik"sender auch Musik lief, als ich so am rumzappen war, aber der Traum war nur kurz. Ich vergaß, dass ein Musikclip nur eine lästige Unterbrechung von grenzdebilen Hohlbirnenserien wie Playboy Mansion und Date my Mum oder so ähnlich bzw von ellenlangen Klingeltonwerbungslisten ist, wo irgendein Vollpfosten natürlich die ganze Liste immer vorlesen muss "für Blablalba wähle V1, für Blablablalba wähle V2 für Blablalbalbalblalb wähle V87" ist. Ja! JA! HERRGOTTNOCHEINS!!!!!!!!!!!!!!
Entweder werd ich alt, aber ich kann mich noch dunkel daran erinnern, dass es damals (Ja, damals ist verdammt lang her) wirklich nur Musikvideos und witziges Gequatsche stylischer Moderatoren gegeben hat, und das alles noch auf Englisch. Ray Cokes, wo bist Du???
Und etza: Videos, wenn denn mal welche laufen, in dem eh nur fast nackerte Chicas um greisliche Gangsterdeppen herumtittenundarschwackeln, dellenfrei, is klar. Und stundenlange Werbungen und dazu amerikanische Dumpfbackensendungen, wie blöd ist das denn, kein Wunder, dass unsere asymmetrisch frisierte Jugend so deppert ist und nicht zwischen Fußabstreifer und S-Bahnsitz unterscheiden kann. Ich glaub ich hab die Entschuldigung dafür gefunden, werde nie wieder einen Jugendlichen zusammenscheissen, können ja nix dafür, sind verblödet worden, mei, wenn ich das gewusst hätte.
Aber ich hätte jetzt bitte trotzdem gerne ein Musikvideo. Muss ich wieder selber singen. Immer.

Yo,
Eve

Shoppen in Großstädten ist langweilig!

das habe ich zumindest die letzten Jahre festgestellt. Pah, früher, als meine Eltern noch keine grauen Haare und wir Klassenausflug nach München hatten, gabs immer was Interessantes zu sehen und vor allem was Interessantes zu kaufen. Jaha- auch in der Innenstadt. Und zwar was, was es im schnöden Einkaufsareal der eigenen Stadt nicht gab. Oder umgekehrt. Und etzala: H&M, Mango, Zara, Esprit und Deichmann wohinst schaust. LANGWEILIG. Kriegst die Hose bei H&M München nicht, kaufst sie Dir halt beim H&M in Hainsacker oder in London. Das nervt!
Nix gegen diese Läden an sich, aber immer und überall ist schon ganz schön fad, zumal jede Innenstadt mit denselben Läden "gesegnet" ist und das Einkaufserlebnis zum großen Einkaufsgähnen wird.
Ist doch bei uns Grufties dasselbe. Da hat sich damals, als der X-tra noch ein Heftl war, mein Brieffreund, der Heinzi, extra einen modischen Gotenkatalog aus Amerika bestellt. Das war die Schau! Das waren ganz andere Samtlappen als die Einheimischen.
Und etza: Same shit, different town :( Die schlechte Undergroundwear gibts überall zum selben überteuerten Preis, aber die besondere Note fehlt.
Klar hats auch Vorteile, immerzu und überall wahnsinnig ausgefallene Teilchen kaufen zu können, aber irgendwie fehlt mir da grad ein bisschen das Individuelle.
Das hab ich auch vor nicht allzulanger Zeit in einer Disko jenseits des Weißwurstäquators gesehen, wo ich mich, als ich auf dem Klo gesessen bin und die Gespräche der Nachbarinnen gehört habe,gewundert habe, warum die auf einmal alle Hochdeutsch reden, aber das ist ein anderes Thema ;)
Also in jener Disko sind mir wahnsinnig viele von den Cybergoten, Jungens wie Mädchens aufgefallen, die sich, wo auch immer Platz war, mit irgendeinem Firlefanz bunt behängt und beringelt hatten, aber trotzdem nicht mehr aus der schwarzen Masse herausgestochen sind, weil jetzt mittlerweile jeder Gartenschläuche auf dem Kopf und neongelbe Tütüs hat, eben weils das halt jetzt auch überall zu kaufen gibt. Aber:
Stil kann man nicht kaufen. Nicht beim X-tra, nicht in amerikanischen Gotenkatalogen und beim Zara schon erst recht nicht.
Wie der Herr Nietzsche einmal gesagt hat:
"Der gefundene Stil ist eine Beleidigung für den Freund des gesuchten Stils."

Naja, egal, ich schweife ab. Was ich damit sagen wollte. Mittlerweile lobe ich mir kleine Klitschen fernab von jedem Trend, wo man sich das eine oder andere Teilchen kaufen und mit einem stilvollem Augenzwinkern tragen kann, z.B.
www.lochers.com.

Aber ich wollte hier eigentlich keine Werbung machen, sondern nur das Rezept für eine Hühnersuppe suchen, die ich mir jetzt kochen will.

In diesem Sinne, es grüßt das Huhn auf Suppensuche und gibt Euch eines ihres Lebensmottos mit auf dem heutigen Abendweg:
"Stil zu haben ist die vornehmste Art, stur zu sein" Erhard Blanck

Yeah!

Cybergoten

Guten Morgen, werte Leserschaft,

heute möchte ich mich mal unseren bunten Freunden, den Cybergoten, widmen. Und nein, vielleicht reibt sich der eine oder andere Cyberfeind gerade die Hände, ich möchte nicht über das bunte Völkchen ablästern.

Vielmehr hat mich ein im SG kursierendes Bildchen dazu inspiriert, das sicher jeder von Euch, falls er in der schwarzen Szene unterwegs ist, schon mal irgendwo gesehen hat. Darauf ist ein durchgestrichenes Cybermensch-icon mit dem lustigen Text darunter "Halte Deine Szene sauber". Sagt mal, schämt ihr Euch denn nicht, was soll denn der Schmarrn?

Da pissen sich einige Gothics (also Andersaussehende) über Leute auf, die anders aussehen. Au Mann, ans Hirn lang.

Was stört Euch denn an den Leuchtkäfern? Mir ist weder aufgefallen, dass sie sich irgendwie blöd benehmen, die Leute anpöbeln oder stinken. Jedenfalls nicht hier bei uns. Das einzige Auffällige an den Glühwürmchen ist ihre etwas farbenfrohere Kleidung und die leuchtenden Accessoires und das wars.

Klar Geschmackssache und ein paar sehen auch stylistisch ein wenig daneben aus, was aber nicht der Cybermode selbst sondern an dem jeweiligen, individuellen, nicht vorhandenen Händchen für Stil liegt. Was aber auch in der ganz normalen Samtschläppchenfraktion, Pinup-Riege oder Gothiclolitapalette durchaus vorkommt.

Wobei das Thema Gothiclolita bzw. Japanstyle ja schon wieder ganz anders einzuordnen ist, da das ganze Gerüschel, Püppchenhafte und Kätzchenohrengedönse ursprünglich ja von Menschen "entwickelt" wurde, die von Natur aus schon mal eher süß, putzig und püppchenhaft sind, also die Asiaten. Der Europäer an sich ist aber nicht putzig und so sieht das Gothiclolita Outfit an uns meist grobschlächtigen (ich gehe jetzt da nicht von mir aus, GELL ;)) Durchschnittseuropäern in den wenigsten Fällen gekonnt aus, die meisten sehen einfach aus wie fette Faschingskrapfen, benehmen sich aber dabei mädchenhaft putzig, was das Ganze noch grotesker erscheinen lässt. Bin ich jetzt da grad intolerant. Oh, ups. So sorry ;) Wie komm ich jetzt da wieder raus? NUN:
Wenn es die diversen sich immer wieder neu formierenden Stilrichtungen nicht gäbe würden wir alle noch mit Rüschenhemden und Pikes rumlaufen und alle gleichaussehen, die Ticks, Tricks und Tracks von Gotenhausen sozusagen.

Was ich damit sagen möchte ist, dass ich den Spruch "Halte Deinen Szene sauber" echt total dämlich finde. Freunde wo samma denn? Wir können natürlich auch alle wieder braune Hemden anziehen und im Gleichschritt einem größenwahnsinnigen Idioten hinterherrennen, jaja, damals war alles besser, es wurden Autobahnen gebaut und es gab auch keine Cybergothics oder wie? Oder wir tanzen einfach alle nebeneinander auf der Tanzfläche und freuen uns über neue Stilkreationen und ich bemühe mich auch wirklich, bei Faschingskrapfenlolitas nicht auf die Tanzfläche zu reihern.
Abgemacht?

die Stylepolizei

Ja! Ja! Es gibt einen Gott!!!!!!!!!!!!!!

Haaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, ich glaub es nicht. Da steig ich grad in die Strassenbahn ein und das erste was ich sehe, sind 3 von diesen geklonten Jugendlichen, ja, ihr wißt schon, die mit den Röhrenjeans, den Chucks und den asymmetrischen Frisuren, ALSO PRAKTISCH ALLE!!! Und: Alle drei laute Mp3s und die Füße auf den Sitzen. Alarmstufe rot. Hatte aber irgendwie keinen Nerv groß rumzukacken, hatte aber trotzdem so einen Hals. Und dann das Wunder: an einer der Haltestellen springt auf einmal der Fahrer aus seiner Kabine, sprintet auf die Spacken los und brüllt rum, dass sie gefälligst die Füße nicht auf die Sitze zu legen haben. Uaaaaaaaaah, jaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!!! Hurrrraaaaaaaaaaaa! Endlich, endlich hat mal einer von den Verkehrsverbündeten die Eier, rumzubrüllen. Strassenbahnmann, you made my day.

Gut gut, ich hätte ja wie schon ein paar Blogeinträge vorher vermerkt so meine anderen Methoden, blöde Menschen von ihren dummen Aktionen zu überzeugen aber anbrüllen ist schon mal fein :) Vielleicht sollte ich im Verkehrsverbund Kurse anbieten: Jugendliche runterputzen, Füße abhacken und Mp3- Hörer in den Arsch schieben :) My pleasure, har har.

Na ganz ehrlich, ich weiß ja nicht, wer von Euch werten Lesern seine Scheiß-Füße auf den (Straßen-)bahnsitzen ablegt (lasst mich das bloß nie sehen!) aber ich versteh das einfach nicht. Vielleicht haben mich meine Eltern ja zu gut erzogen, aber für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, meine Füße nicht an fremdem Eigentum bzw. da abzuwischen, wo sich andere Leute auch hinsetzen.
Diese verdammte "Mir doch egal, nach mir die Sintflut"-Einstellung von vielen Menschen finde ich echt zum kotzen. Genauso wie Leute mit Hunden, die ihre Köter auf den Gehweg scheissen lassen, sich aber nicht genötigt fühlen, die Scheisse wegzumachen. Ihnen doch wurst. Ich persönlich würde in diesem Fall mal wieder vorschlagen, jene Menschen mit der Schnauze in den Hundsdreck zu drücken und zu fragen, ob die Temperatur und der Druck so angenehm sind bzw. sie einmal quer durch die Scheiße laufen zu lassen, um anschließend zu Hause mal so gründlich ihren Teppich zu verzieren bzw. wenn sie zusätzlich noch FüßeaufdenSitzleger sind, die Schuhe an ihrer Couch abzuputzen und sich danach draufzusetzen. Schöne Neue Welt :)

Euch ein schönes Wochenende,
Raging Eve

Gruftieleben in den 90ern

Ich lag gerade so auf der Couch und habe mir das Leben als Gruftie "damals" Anfang der 90er nochmal durch den Kopf gehen lassen. Au weia ;)
Nicht dass es schlecht gewesen wäre, nein, eigentlich nicht. Damals, als der X-tra Katalog (ja, nix mit X-tra-X, das X kam erst später, ein Schmarrn eigentlich) noch das Format eines DIN A 5 Hausaufgabenheftes hatte und die Seite mit den Schuhen als eine Schwarz-Weiß-Kopie einfach hineingelegt wurde. Gab ja eh bloß Pikes. Ja, ich hatte auch welche, 3 Paar und war stolz wie Bolle, eins war zu groß, Scheiß drauf, es waren MEINE Pikes. In Zeiten von Taschengeld damals noch ein Luxus.
Überhaupt die Klamotten, Samtlappen, ja, mei, das war einfach so, halt, und Satinrüschenhemden, Rüschenhemden allgemein, Jabots, Spitze. Damals war eine Einkaufstour nach London zum Amokshopping noch ein Event, man fand immer etwas Ausgefallenes, wohingegen jetzt es eigentlich im Vergleich zu damals nur "Ausgefallenes" gibt und ich in London mittlerweile bevorzugt Fish and Chips kaufe. Die breite Fächerung der Gothic-Mode ist ja inzwischen nicht mehr zu toppen. Wann fings an, ich glaub mit den ersten Fotos von den ersten WGTs, fotografiert wurden diejenigen, die aus der schwarzen Masse rausstachen, also praktisch die,die weiß angezogen waren. Und heute, ha, wartet noch ein paar WGTs, dann werden die fotografiert, die schwarz angezogen sind ;)
Anhand der Outfitwahl erkennt man manchmal beim Weggehen, wie lange der oder diejenige schon in der schwarzen Szene ist, denn irgendwie bleibt man immer ein bisschen hängen. Klar, ich würde mit dem ganzen Neonringelzeug aussehen wie die Henne unterm Schwanz, nene, das überlass ich lieber denen, denen es auch steht. Andererseits gibt es auch Ausreisser, die in ihrem Stil nicht gefestigt sind und einmal einen auf Mangamädchen, dann wieder auf Samtlappen machen. Egal, erlaubt ist, was gefällt.
Das Einkaufen war ja auch nicht so einfach, da gabs keine Vampiria-und X-tra Ketten, die sich wie schwarze Lidls über Land ausbreiten, ich glaube das Underground gabs schon, bin mir aber nicht sicher.
Die Musik, hm, ich konnte ja wunderbar zu Silke Bischoff heulen, I don t love you anymore war der gebrochene Herzenssong schlechthin und die Fotos in den Booklets immer, ach fELIX, wenn Du das hier liest, Du warst der Held meiner Jugend ;) biste natürlich immer noch, ist klar ;)
Dann das Weggehen, ha, das waren noch Zeiten, als Ralf den Dienstag im ZAP rockte, der beste DJ, den meine Füße je hatten. Dann kam Bernd und spielte systematisch die Tanzfläche leer :( Das wars. Das Drunter hatte inzwischen auch schon zu. Voice in Schwabach, zu weit damals. Das Highlight war der Ballroom in Esterhofen mit dem niemals alternden Tom Talionis.
Musikzeitschriften: Zillo und das wars, kein Orkus kein Gothic, nur Zillo und seine Bekannten von weiter weg lernte man durch die Kleinanzeigen kennen, damals gabs ja auch noch kein Schwarzes Glück.
Ja, und Lacrimosa. Damals ein Phänomen, allerdings habe ich ihn mal live, also als Besucher auf der damals noch stattfindenden Fetish Revolution gesehen und muss sagen: Lackaffe.
Mozart, Umbra et Imago, damals auch großes Kino und heute nicht mehr so. Irgendwann zieht halt die "Ich bin ein böser Vampir"-Nummer nicht mehr.
Lackaffen und Vampire, vielleicht war das damals auch das Styling, ich kann mich noch dran erinnern, dass ein Nasenring damals schon sehr revolutionär war und ich mir meinen "heimlich" (sieht ja keiner) in London hab stechen lassen, nur für 3 Wochen, denn als ich vom Urlaub wieder daheim war hieß es "raus damit, solange Du noch nicht 18 bist, gehört Dei Nasn no mir". Ja Mama.
An meinem 18. Geburtstag ging ich als stolze Eigentümerin meiner eigenen Nase dann zum Stechen lassen, was heißt stechen, schießen halt und hängte mir von da an glücklich ein Kettchen vom Ohr zur Nase. Das hat man damals so getragen. Jaja, ich war schon eine hippe Hippe ;)
Eine Kopfseite abzurasieren war Ehrensache, auch wenn meine Tante zur Begrüßung meinte ich sähe aus wie ein "nacketer Arsch". Auch das geht vorüber ;) Aber ich habe es genossen, das Zelebrieren des schwarzen Lebens, eigentlich heut auch noch, klar.
Jetzt fällt mir spontan nichts mehr ein, oh, vielleicht noch der "Vampires Guild" in England, eine Art "Vampirgilde" mit einer für damalige Verhältnisse superschönen Mitgliedszeitschrift. Die Mitgliedschaft, alles per Brief, ist klar, hat mir damals einer meiner Zillo-Brieffreunde geschenkt, Heinz V. aus Kempten. Jaja, Heinz ist jetzt nicht so der gruftige Name, das ist ihm sicher auch schon aufgefallen, aber ich fand ihn toll. Sollte ihn noch jemand unter der werten Leserschaft kennen, würde ich mich total über ein Lebenszeichen freuen, irgendwann verliert man sich doch aus den Augen. Obwohl...die Bekanntschaften, oder Freundschaften, die man damals geschlossen hat, halten teilweise noch heute. Ab und zu läuft man sich mal bei schwarzen Events über den Weg und ich freu mich jedesmal wieder, sie zu sehen. Das sind dann die, die nicht in Neonfarben rumlaufen. Die Alten quasi ;)
So, ich mag jetzt nimma. War ein schöner Ausflug ins damals, sollte mir noch irgendwas einfallen, werd ichs natürlich aufschreiben.
Gruselgrüsse,
Eve