Donnerstag, 24. Dezember 2015

Frohe Weihnachten

meine lieben Leser :)
Ich wünsche Euch eine schöne Weihnachtszeit, bleibt brav (wenn nicht, s. unten) und genießt die Zeit. ;)

Euer Frollein Christmas Eve ;)




Freitag, 18. Dezember 2015

Weihnachtsreklame

Aus aktuellem Anlass und falls noch jemand von Euch nicht weiß, was er lieben Freunden und Verwandten unter den Weihnachtsbaum legen soll, hier mal ein kleiner ganz uneigennütziger Geschenkevorschlag ;)

Euer Frollein mit dem Hang zu subtiler Einkaufsberatung ;)

Erhältlich hier:
http://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/frollein_eves_sicht_der_dinge/frollein_eve/ISBN3-86386-480-8/ID36080013.html

oder hier:
http://www.amazon.de/Frollein-Eves-Sicht-Dinge-Eve/dp/3863864808/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1450441109&sr=1-1&keywords=Frollein+Eve




Donnerstag, 3. Dezember 2015

Skistiefel und Einrichtungszeitschriftenhals

Liebe Leser,

ich hab Fuß! Aua! Einmal nicht aufgepasst, wo man hintritt und schon ist der Fuß angebrochen. Na immerhin nicht ganz gebrochen, aber ich muss trotzdem Ruhe geben. Und einen Skistiefel anziehen. Das trägt man jetzt so. Die Alternative zum Dauergips. Find ich jetzt gar nicht mal so blöd. Tagsüber stiefelt man halt mit einem Skistiefel ohne Ski rum, und abends geht man ganz normal ins Bett und der Skistiefel schläft im Schuhregal. Damit vermeidet man auch den Schreckmoment der Gipsabnahme. Kennt Ihr den? Ich kenn es ja nur vom Hörensagen, aber wenn einem ein Beingips abgenommen wird, dann kommt nicht das Bein zum Vorschein, das man beim Eingipsen reingesteckt hat, sondern ein spindeldürrer haariger weißer Faden, der einmal Dein Bein war. Da schreist Du schon erst mal "Huha!" aber Dank gekonnter Skistiefeleien gibt es keinen Huha-Effekt. Aber viele Haha-Effekte von witzigen Kalauer-Meiern, die einen auf offener Straße darauf hinweisen, dass man die Ski vergessen hat. Spaßbertel! Ansonsten stiefel es sich damit ganz unkompliziert, an der Farbe könnte man noch was drehen,
 kommt halt in Neutralgrau daher, aber da will ich jetzt mal ein farblich passend geschminktes Smokey-Eye zudrücken ;).

Wenn man natürlich nicht wie ein Reh herumspringen kann, muss man sich Alternativen einfallen lassen. Die Alternative heißt in dem Fall: Zeitschriften lesen. Ich habe am Wochenende einen Stapel Einrichtungszeitschriften geschenkt bekommen, die eine da, ich nenne jetzt keinen Namen, es gibt aber nur eine Einrichtungszeitschrift, die gleichzeitig auch Frauenzeitschrift ist und die am Anfang echt gut war. Mittlerweile find ich sie...ja, wie find ich sie? Sie macht mich echt aggressiv. Wirklich jetzt. Weil es immer dasselbe Schema ist: Bloggerbommelmädchen mit Riesenbrille bastelt ein bisschen DIY-ig in ihrer Studentenbude rum und fertig ist das Hipsterhaus nach Schema F.
Ich hab es ja noch nie überrissen. Da werden immer Stühle als ultimatives Designerstück angepriesen, bei deren Anblick ich mir denke "Kenne ich die nicht aus diversen Wartezimmern?" So unspektakuläre Plastikstühle, vielleicht noch in 3 verschiedenen Farben um den Küchentisch vom Flohmarkt gestellt, dazu noch die obligatorische Stehlampe, die den Platz eines ganzen Zimmers einnimmt und unter der man Limbo tanzen muss, um mit selbstgestrickten Cakepops von der Couch (vom Flohmarkt, natürlich selbst gepolstert), zum Shabby-Chic Sekretär, auf dem eine Batterie bunter Flaschen steht, zu kommen. Ich fühle mich unter Druck gesetzt.
Wie machen die Bloggerbommel das, dass die Glasflaschen mit bunten Wiesenblumen immer schön sauber bleiben. Wenn ich bunte Wiesenblumen in eine Glasvase stelle, schmonzt die über Nacht zu und nach 2 Tagen ist da kein Durchkucken mehr.
Es nervt. Die vorgestellten Lofts immer gleicher Pärchen (er Designer oder Architekt, sie Schmuckdesignerin) mit immer gleichen Stehlampen, immer gleichen Sideboards auf denen immer gleiche Dekoartikel vom Flohmarkt stehen und über denen immer gleiche x-verschiedene Bilderrahmen mit immergleichen Drucken hängen, wahlweise Bilderrahmen zum Aufkleben direkt an die Wand darunter- revolutionär.
Revolutionär langweilig. Oder spricht hier nur der Neid aus mir? Weil wenn ich mich umschaue in meiner Weitwegvonhipsterbude sehe ich Wollmäuse verschiedener Größe und Couleur, ein Sack Altpapier, der immer nicht von alleine zur Papiertonne gehen will, ein Stapel Bücher, der nicht mehr ins Bücherregal passt und sich trotz farblicher Sortierung (ja, ich sortiere meine Bücher nach Farben) nicht harmonisch ins Gesamtbild einfügen will, dazu eben noch die Wiesenblume, die fröhlich die Glasvase (nicht bunt) zuschmonzt. Wann wird das mal hip? Ich wär ja ganz vor dabei dann. Frollein Eve, Texterin und Illustratorin mit Skistiefel, in ihrer Stadtwohnung drei Stockwerke unterhalb von Lofthöhe, mit Fenstern mir Vorhängen, kunstvoll arrangierten Wollmausgebilden, natürlich eingefärbten Glasvasen und stylishem Altpapierarrangement in Türnähe. Ich schreib da jetzt mal hin. So als Vorschlag. Aber vorher binde ich meinen Skistiefel noch zum Bloggerbommel. ;)

Euer Frollein gestiefelte Wollmaus







Mittwoch, 28. Oktober 2015

Bussi Bussi und ein schlaffer Händedruck

Also man kann es mir auch nicht rechtmachen, gell. Ihr kennt das doch auch, dieses Bussi Bussi zur Begrüßung. Gruselig. Noch gruseliger, wenn es sich um reine Luftküsse handelt, wofür der Aufwand dann? Nein, nein, bei Bussi Bussi-Versuchen reagiere ich wie eine Katze, die zum Tierarzt muss: Ohren anlegen und wegducken, zur Not sich mit Gewalt in den Türrahmen spreizen. Sieht seltsam aus, ist aber so.
Ich denke das kommt daher, dass es sich hierbei um eine künstliche Herzlichkeit handelt, man küsst doch normalerweise nur Leute, die man gut kennt und gerne mag oder aber als Teenie auf Teeniepartys beim Flaschendrehen. Aber fast Unbekannte? Küssen? Huh, nee, jetzt, nicht so was machen.
Ich weiss noch, dass ich in der Schule beim Schüleraustausch mit den Franzosen mit Grauen die tägliche Abschmatzerei an der Bushaltestelle über mich ergehen lassen musste und mir dabei immer gedacht habe "Scheiße, Herpesalarm!!" Nein, ich mag es einfach nicht. Und jetzt nicht, weil ich als alter Exilfranke mich den hiesigen Gepflogenheiten angepasst habe, bei denen ein gemumpfeltes "Morgen" bereits ein Springbrunnen an euphorischer Begrüßungsherzlichkeit ist.
Ich mochte das schon auch vorher nicht, als ich noch nicht in Franken beheimatet war. Weil es einfach aufgesetzt ist, künstlich. Und ich damit nichts anfangen kann. Entweder begrüßt man jemanden herzlich, indem man ihn in den Arm nimmt oder gar einen (einen!) Kuss auf die Wange, nicht in die Luft, drückt oder man sagt distanziert "Wäh", wenn man es auch so meint. Nicht?
Aber kommt mir nicht mit dem Showeffekt-Bussi Bussi, noch dazu, wenn man sich fast gar nicht kennt. Um die lieben Münchner hier mal zu entlasten: während meiner Zeit in München ist mir fast keiner mit dieser Unform an Begrüßung gekommen. Von wegen Schickeria und Bussi Bussi und so, nein nein, die Münchner sind schon ein feines Volk, die sich bei Begrüßungen zu benehmen wissen.
Es gibt nämlich auch Alternativen zu diesem albernem aufgesetztem Geschmatze: den guten alten Händedruck. Wenn er denn gut ist. Ein guter Händedruck ist wie eine Visitenkarte. Hinterlässt Eindruck, Abdruck oder Tiefdruck, je nach Druckstärke.
Ein Tiefdruckgebiet im Händedruckareal hat vor kurzem Gewitterwolken über meinem Kopf zusammenbrauen lassen, als ich bei einem mir bis dato unbekannten Facharzt war, der mir zur Begrüßung seine Schluffihand in meine Hand gelegt und toter Fisch damit gespielt hat. Huh, na, wie hoch war die Wahrscheinlichkeit, diesen Mann als kompetenten Mediziner anzunehmen? Richtig, ging so gegen Null. Wie soll man jemandem etwas zutrauen, wenn er einen derart schlaffen Händedruck hat?
Warum lernt man so etwas nicht in der Schule? Ich kann jetzt dank monatelanger Stochastikmarathons prima Wahrscheinlichkeitsbäume ausrechnen, aber keiner hat einem gesagt, auf was es sonst noch ankommt. Erste Eindrücke zum Beispiel. Da brauch ich jetzt keine Stochastik, um mir auszurechnen, dass die Wahrscheinlichkeit, mich von einem Arzt mit dem Händedruck eines Kindergartenkindes nochmal behandeln zu lassen, gegen Null geht.
Ein guter Händedruck zeigt mir sofort, mit wem ich es zu tun habe, ohne dass ich mich vorher mit der jeweiligen Person unterhalten habe. Unbewusst ist das Urteil bereits gefällt, der Rest der folgt sind Details. Ich weiss jetzt allerdings nicht, ob die Schluffis untereinander dann die festen Händedrucker als blöde Grobiane abstempeln, mit denen sie eh nicht spielen wollen. Vielleicht sind das dann diejenigen, die sich lieber links und rechts die Luftküsse um die Ohren hauen, "muah muah" machen und sich dabei  nicht blöd vorkommen ;).
Ich glaub ich geh nochmal zu dem Arzt, werf ihm meine Bussis um die Ohren und wenn der mich dann geisteskrank schreibt, dann ist diese These hiermit auch widerlegt.

Ha, Euer Frollein Shake-Hands, das den Luftikussen dieser Welt durch geschickte Einspreizung im Türrahmen gerne aus dem Weg geht

Dienstag, 22. September 2015

Frollein Eves Modeillustrationen - Teil 5


Der Herbst ist eingeläutet, liebe Leser, von daher wieder Zeit, zum Pinsel zu greifen ;)






















Euer Frollein Pinselschwung und Zeichenstift, das eigentlich noch gerne ein bißchen mehr Sommer hätte 

Sonntag, 30. August 2015

Katersommer

wäre ja eigentlich ein schöner Buchtitel, nicht, liebe Leser? ;)
Ich hatte Euch ja schon geschrieben, dass ich adoptiert wurde. Vom Hinterhofkater. Zu meinem Entsetzen war er ein paar Tage später einfach weg. Weg! Uah! Nichts war mehr wie vorher, der Innenhof erschien grau und kalt, kein Busch hat mehr miaut, keine nächtlichen Jagden mehr mit der geringelten roten anderen Katze zu meinem Amusement (die geringelte rote Katze ist nämlich sehr schnell, während mein Hinterhofkater immer wendig wie ein Mississippidampfer schaukelnd hinterhergaloppiert) und kein Geschnurre und Kopfgereibe mehr. Und während ich "I will survive"-jaulend in den Hinterhof hineinspähte, nachdem das Katerkissen, das ich ihm extra hingelegt hatte seit Tagen unbeschnurrt war, war er auf einmal wieder da. Im Hinterhof. Hurra! Ich weiß nicht, wo er war, aber er hatte eine ziemliche Wampe. Ich schätze mal, seine Eltern haben ihn zu ein paar Tagen Hausarrest verdonnert, weil der alte Rennbesen wohl nur  noch zum Fressen daheim war. Aber da Katzenfreaks ja wissen, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist, einen Freigänger zu überreden, mal ein paar Tage zu Hause zu bleiben, wird das Projekt Hausarrest wohl auf Eis gelegt worden sein.  Seitdem haben wir da weitergemacht, wo wir aufgehört hatten, nur dass man sich eben mit der Zeit auch besser kennenlernt.
Und wie es bei alten Ehepaaren so der Fall ist, entdeckt man die eine oder andere Macke am Anderen.
Aus Katersicht wohl "Lässt die mich nie in Ruhe, dauernd muss ich mich kraulen lassen, uah." Zum Fressen gibts nämlich nix, weil er ja jemandem gehört.
Z. B. wasche ich mir jedes Mal nach unserem Sit-In auf dem Katerkissen die Hände. Klar, ich weiß ja nicht, wo er sonst noch rumlungert. Mir ist aufgefallen, dass er wiederum jedes Mal nach unserem Sit-In auf dem Katerkissen anfängt, sich den Kopf zu putzen (er bevorzugt Streicheleinheiten auf seinem Katerkopf, mit dem Rücken hat er nicht viel am Hut). Klar, er weiß ja nicht, wo ich sonst noch so herumlungere.
Spätabends, wenn es schon dunkel wird, wird der haarige Herr immer leicht nervös. Heißt, er wedelt immer mit dem Schwanz wenn er auf meinem Schoß sitzt und hält seinen Katerkopf schön aufmerksam hoch, denn es kann ja sein, dass jederzeit der rote Ringelkater wieder ins sein Revier gepirscht kommt. Dann ist nämlich Schluß mit Schmusekurs. Das merkt man daran, dass er anfängt, zu knurren. Normalerweise, wenn er keinen Bock mehr auf Streicheln hat, haut er einfach ab. In seiner Abendstunde bleibt er allerdings sitzen und knurrt. Klar reizt es mich, meine Grenzen auszutesten, weil ich ja weiß, dass er kein grober Lackl ist, der plötzlich haut oder beißt. Neues Spiel: Abendstunde, nervöser Kater auf dem Schoß, der keinen Bock mehr auf Kraulen hat, aber auch nicht abhaut. Kopfkraulen, Knurren, Kopfkraulen, Knurren, Kopfkraulen, Knurren, Kopfkraulen, Fauchen. Und dann abhauen. Aha.
Gestern habe ich ihn im Gegenwart einer braunen Ringelkatze in seinem Hinterhofrevier gewagt, zu streicheln. Das hatte in etwa was von "eine Mama bringt ihr Kind zur Schule und gibt ihm vor den Schulkameraden noch einen fetten Kuss auf den Kindskopf". Empörter Hinterhofkaterblick und wortloses Abzischen einen halben Meter weiter. Ich bin natürlich nach und habe ihn nochmal gestreichelt. Daraufhin Gefauche (Mann, Mama, jetzt geh weg, das ist peinlich). Haha.
So läuft das also hier im Hinterhof. Da meint man es gut, bringt dem undankbaren Balg noch seinen Turnbeutel und wird dafür angefaucht. Also wirklich, man hat es nicht leicht als katzenadoptierter Mensch. ;)

Ich geh jetzt wieder nach unten, weitere Macken entdecken.

Euer Frollein Adoptivkatzenmama, das dem Katzenkind machmal schon peinlich ist ;)

Mittwoch, 12. August 2015

Ein Kater am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen

Liebe Leserschaft,

es sei denn es ist ein alkoholischer Kater, der vertreibt aber nix, der treibt einen höchstens wieder ins Bett zurück mit Aspirin und Schlafbrille. Nun, ich spreche von echten Katern, denen aus Fell und Schnurrhaaren.
Ich wurde nämlich adoptiert, letzte Woche, jaja liebe Eltern, das habt Ihr nun davon, dass Ihr Euch ein Wohnmobil gekauft habt und Euch nur noch mit anderen Wohnmobilbesitzern auf den Straßen der Republik herumtreibt. Da lässt man das arme erwachsene Kind, das eh woanders wohnt, einfach im Stich und schon dauerts keine Woche, da wird es von einem Hinterhofkater adoptiert.

Es fing ja ganz unverbindlich an, so wie bei Rotkäppchen und dem bösen Wolf. Ich ging spazieren, im Hinterhof. Auf einmal lag er da und sprach mich an. Klar bin ich drauf eingestiegen, was denkt Ihr denn? Ich finde es gibt die Katzenmenschen, die Hundemenschen und die Babymenschen und während andere in Kinderwägen hinein-eideideien, werde ich bei Katzen willensschwach und ferngesteuert und möchte den ganzen Tag nichts anderes mehr tun, als mich durch Katzenfell zu wühlen und dabei akustisch im Geschnurre zu baden. Haut mir ab mit Yoga und Pilates zur Entspannung, ich geh zur Katze.

Ja, da lag er nun, der junge Mann mit den Schnurrhaaren und hat sich vor mir auf den Rücken gerollt. Aber als alter Katzennerd weiß ich ja, dass es in diesem Fall nur zwei Möglichkeiten gibt, wenn man dem haarigen Kerl den Bauch kraulen will, wenn er sich schon so anbietet:
Möglichkeit 1: Er lässt sich den Bauch kraulen und wird dabei immer länger und streckt seine Gockerlhaxen (ich finde Hinterläufe bei Katzen sehen aus wie die Haxen beim Bratgockerl) in alle Richtungen.
Möglichkeit 2: Er tut so, als ob er sich den Bauch kraulen lässt und man fängt sich schneller eine, als man Fellwampe sagen kann.

Der Hinterhofkater und ich zogen Möglichkeit 1 vor. Zu meinem größten Entzücken. Mittlerweile wird das Bauchfell schon kahl vor lauter Gekraule, aber er will es ja nicht anders. Wir haben nämlich so unsere Routinen entwickelt.

Er sitzt unten im Hinterhof und sobald er mich auf meinem Balkon ausfindig macht, gibt er Laut. Ich schrei natürlich "Hallo Kater" und er "Miau". Die Konversation erinnert ein wenig an das 80er Jahre Lied "Wot" von Captain Sensible "He said Captain - I said wot - He said Captain - I said wot".
So geht das hin und her und er weiß mittlerweile  ganz genau, dass ich sofort runtergerannt komme und wartet bereits unter großem Katergebrüll an der Tür. Ich bin da schon dressiert.

Nicht dass es hier Missverständnisse gibt: er bekommt von mir nur H2OFreigetränke, kein Futter, da er offensichtlich gut gepflegt ist und irgendwo in der Nachbarschaft wohnt, da fände ich es nicht gut, ihn anzufüttern, er ist ja kein hungriger Streuner. Obwohl Katzen immer gerne so tun, als hätten sie seit Wochen nichts gefressen, aber er steht gut im Futter. Also sitzen wir an unserem Platz, er steigt mir sofort auf den Schoß und fängt an vor sich hin zu knistern. So geht das schon seit Tagen, und zwar nicht nur einmal am Tag. Wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme, weiß ich, dass er im Busch sitzt. Ich stell mich dann vor den Busch und sage "Kaaater!" und der Busch schreit "Miau". I said Captain - he sait wot.
Dann kommt er kläglich miauend aber quietschfidel aus dem Busch, wir setzen uns hin, er erzählt mir, was bei ihm so alles im Busch ist und ich ihm, was bei mir so los war. Dann gehe ich auf meinem Balkon und drei Captain-Wots später sitze ich wieder unten.

Mittlerweile habe ich drei verschiedene Katzenoutfits, eins für Nachmittagshitze, eins für Abends und eins, weil ich die anderen beiden gerade nicht gefunden hatte, aber schnell nach untern wollte.
Alle bereits ziemlich haarig, ich sehe selbst schon aus wie eine Katze. Wenn mir ein mitleidiger Nachbar mal ein Schälchen Milch hinstellt, weiß ich, dass es Zeit für die Fusselbürste ist.

Aber das wollte ich Euch einfach nur kurz erzählen, ich hab ja keine Zeit, ich muss ja wieder, Ihr wisst schon ...

Euer Frollein Captain-Wot, das sich in ein paar Minuten wieder im Hinterhof mit dem miauenden Dornbusch unterhält

Mittwoch, 5. August 2015

Frollein Eves Kolumne für die Weight Watchers - Teil 8

Mein Fitbit und ich

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe jetzt einen Fitbit. Einen Fitbit One. Was jetzt klingt wie ein Schokoriegel, nur in sportlich, also so was wie ein Kitkat für Leute, die gerne einen Schokoriegel, der sich gesund anhört, essen möchten, ist in Wirklichkeit aber keiner. Sie können zwar reinbeißen, aber ich sag Ihnen gleich, dass der nicht schmeckt.
Nein, ein Fitibit ist ein kleines Gerät, das Ihnen sagt, wie viele Schritte sie heute gelaufen sind, wie viele Stockwerke sie erklommen haben und wie oft und lange sie nachts aufgewacht sind. Das sind die Basisinformationen. Wenn man den kleinen Kerl, den man sich unauffällig überall an die Klamotten klippen kann, richtig einstellt, kann der Ihnen bestimmt noch viel mehr erzählen, wie viele Pro Points sie verbraten haben zum Beispiel.
Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Sie technisch affin sind und ich muss Ihnen gestehen, ich bin es nicht. Ich habe nicht mal ein Smartphone.
Trotzdem fand ich ihn ganz schön schnieke. Unser Coach hat ihn sich immer ans Shirt geklippt und mir hat das Design sehr gut gefallen. Er ist ganz schmal und unauffällig, nicht so ein Riesenwatz.
Also musste einer her, ich wollte es unbedingt testen, dieses gut designte Schritte-und-Stockwerke-und-Pro Points-und-Wachphasenzählwunder.
Mein alter Schrittzähler war zwar etwas beleidigt, dass er gegen einen Jüngeren ausgetauscht wurde, aber ich war einfach zu neugierig auf diese ganzen Zusatzfunktionen, die das Gerät zu bieten hat.
Diese Neugierde wurde aber erst mal gebremst, denn bevor man zackzack sämtliche mitgezählte Stockwerke rauf- und runterrennen kann, muss man den kleinen Fitbit erstmal aufladen und sich registrieren. Fand ich jetzt nervig. Ich will mich nicht irgendwo registrieren müssen, um etwas nutzen zu können. Auch bin ich kein Mensch, der alle paar Minuten auf sein (eh nicht vorhandenes) Smartphone glotzt, um zu sehen, wie der Hase bzw. man selbst so läuft.
Dafür gibts auch ein kleines Display am Fitbit, auf dem man direkt sehen kann, wie viel man läuft. Das fand ich schon wieder gut. Weil:
Mein Fitbit kommuniziert auch anderweitig mit mir. Das wusste ich nicht. Ich habe ihn hochgehoben und auf einmal stand da auf dem kleinen Display „Juhuuuuu Frollein“ und ich habe zu meinem Fitbit gesagt: „Juhuuuuu Fitbit!“ und war gleich ganz fröhlich.
Dann hat er gemeint „Auf geht‘s Frollein“ und ich hab zu meinem Fitbit gesagt: „Jetzt hetz mich so, Fitbit!“
aber als er dann via Display „Stepgeek Frollein“ hat verlauten lassen habe ich dann aber „ Du Zipfelgesicht, Fitbit!“ zurückgemeckert. Also ehrlich, beschimpfen lasse ich mich nicht von einem kleinen Kastl am Hosenbund, was ist überhaupt ein „Stepgeek“?
Ich hab dann gleich mal nachgesehen und ein „Geek“ ist ein Streber. Ich bin also grob übersetzt ein „Schrittstreber“. So ein Schmarrn!
Aber abgesehen davon, dass er mich hin und wieder als Streber beschimpft, wenn ich ihn hochhebe, haben wir schon unseren Spaß. Vor allem diese Funktion, dass der mir sagt, wie oft ich nachts im Schlaf wach geworden bin, hat mich interessiert. Das hab ich aber nur einmal getestet. Und ich kam zum selben Ergebnis wie der Fitbit: 2-mal. Weil ich aufs Klo musste. Das war jetzt keine Überraschung, weil da war ich ja auch wach und wusste, dass ich wach war.
Außerdem wollte ich ja unbedingt noch wissen, ob er mir am nächsten Morgen dann nicht nur sagt, wie oft und wie lange ich wach war, sondern auch per Display mitteilt „Du schnarchst, Frollein!“ oder „Nicht so spät ins Bett, alte Eule, Frollein!“ oder „Wat, noch 3x umdrehen, nix gibts, raus aus den Federn, Frollein!“ oder zumindest „Das hast Du davon, wenn Du kurz vorm Schlafengehen noch einen halben Liter Wasser trinkst, Frollein!“
Nö, nichts, nicht einmal „Stepgeek Frollein!“ Da war ich dann schon enttäuscht und nach dem Versuch hatten wir dann getrennte Schlafzimmer. Schließlich ist er ja auch ein Schritt- und kein Schäfchenzähler.
Aber generell muss ich schon zugeben, dass mich dieses kleine Kastl, das man sich an den Hosenbund klippt, schon motiviert, etwas mehr zu laufen als gewöhnlich. 
Bestes Beispiel: Wenn mein Mister zu mir sagt „Komm, lass uns die Treppen hochlaufen“ sage ich „Pfff“, drücke den Aufzugsknopf, spiele das alte Hase-Igel-Spiel und schreie ihm im oberen Stockwerk angekommen fröhlich entgegen „Ich bin schon da“, während er noch die Treppen hochläuft.
Wenn mir aber mein Fitbit die Stockwerke vorzählt, sage ich „Pfff“ zum Aufzugknopf und laufe die Treppen hoch, so ganz ohne Hase und Igel-Allüren.
Vielleicht sollte ich mir meinen Mann einfach an den Hosenbund knippen, damit er mir dann die gelaufenen Stockwerke vorzählt? Ich weiß jetzt nicht, ob ihm die Idee so gefällt und ob das nicht vielleicht die Nachbarn irritieren könnte, wenn ein großer Mann an meinem Hosenbund hängt und nach jedem Stockwerk 1-2-3 brüllt.
Ich glaube, diese Aufgabe überlasse ich dann doch lieber dem Fitbit.

So, und jetzt muss ich weg, noch ein paar Schritte rumlaufen, nicht, dass dann am Ende des Tages auf dem kleinen Display „Fauler Sack, Frollein, Dir werd ich weiterhelfen“ steht.

Ihr Frollein Stepgeek, das sich von ihrem Fitbit noch ein bisschen durch die Gegend scheuchen lässt

Freitag, 17. Juli 2015

Der Rat der Woche 15

Lange habe ich Euch jetzt keinen Rat der Woche mehr angedeihen lassen, aber aus aktuellem Anlass, liebe Leser: In Weißweinlaune zu Hippiemusik nackt im Regen tanzen ist ja das eine, aber den Hintern zur Balkontüre raushalten, wenn es anschließend weintraubengroße Hagelkörner vom Himmel hagelt, um auszuprobieren, ob das wehtut ist das andere. Liebe Kinder, lasst das lieber, es tut weh, gescheit sogar. Ich glaub ich hab da mal ein Zitat gehört "Ich habe keine Cellulite, ich habe einen Hagelschaden" Aus eigener mutiger pionierserfahrung kann ich diese Angelegenheit nun beweisen. Mit meinem eigenen Body of Evidence sozusagen. Hagelschaden. Jawohl.

Euer Frollein, dem es in einer lauen Sommernacht nicht nur die Laune verhagelt hat, aua!

Donnerstag, 9. Juli 2015

Eine kleine Übersicht der Reklame

Hallo liebe Leserschaft,

aufgrund diverser Nachfragen hier mal ein bunter Strauß bisheriger Frollein Eve Reklamen zusammengefasst in einem Beitrag. Falls die Reklame keine Kaufflut verursacht
Link Thalia: http://www.thalia.de/shop/home/suche/;jsessionid=83D9D8F892A01515D6781A7B5A437E4F.tc5pc?sq=Frollein+Eve&sswg=ANY&timestamp=1436438638500
Link Amazon: http://www.amazon.de/Frollein-Eves-Sicht-Dinge-Eve/dp/3863864808/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1436438668&sr=8-1&keywords=Frollein+Eve
, werde ich mich aus meiner hauseigenen Reklameabteilung in den Keller versetzen lassen, um dort frustriert rumzunölen. ;)









Und hier oben die  Originalanzeige der Weihnachtsanzeige, natürlich schenken Haushaltsgeräte keine Bücher, wo kommen wir denn da hin, damals haben sie sich höchstens selbst empfohlen.
Auch ich empfehle mich jetzt, herzliche Grüße,

Euer Frollein Werbefuchs, dem die nächste Anzeige schon in den Fingern juckt... ;)

Montag, 1. Juni 2015

Ein Furzkissen

das habe ich vor Kurzem von meinem Mister geschenkt bekommen, romantisch, nicht?
Wer jetzt denkt, dass das ein Symbol dafür war, dass zwischen uns die Luft quasi raus ist, hat sich geschnitten.
Der Grund war: ich liebe Scherzartikel. Was für andere Klischeefrauen der begehbare Kleiderschrank, ist für mich der begehbare Scherzartikelladen. Furzkissen, Plastikkotze und Konsorten bringen mich schon bei der bloßen Vorstellung, was man damit machen könnte vor Lachen zum Heulen. So auch letzte Woche, ich weiß nicht mehr genau, wie wir aufs Thema Furzkissen kamen. Auf jeden Fall kamen wir beim gedanklichen Einsatz desselbigen vom Hundertsten ins Tausendste und ich danach vor Lachen fast nicht mehr auf die Beine. Ich fahre ja oft mit der Bahn. Da ich noch daran arbeite, ein komplettes Abteil für mich alleine reservieren zu können, hat man so manches Mal diverse Mitfahrer, die man wiederum nicht gerne hat (bestimmt eine Folge von den unliebsamen Mitfahrern meiner Kindergartenfahrgemeinschaft, siehe http://eve-blood.blogspot.de/2015/04/schlagkraftige-argumente-in-orange-oder.html). Manche setzen sich auch einfach ungefragt neben einen. Sehr ungezogen, finde ich. Einmal habe ich gesagt, dass da mein unsichtbarer Freund sitzt, da hat er dann dumm geschaut, der Einfachsodazusetzer. Ist aber sitzen geblieben, was ich jetzt ganz schön rücksichtslos fand. An den Einsatz von Scherzartikeln zur Verteidigung der Arm- und Beinfreiheit habe ich bis jetzt noch nicht gedacht. Bis letzte Woche eben...
Und allein schon die Vorstellung, einem Einfachsodazusetzer einfach so ein Furzkissen unterzuschieben, treibt mir die Tränen in die Augen vor Lachen. Aber man weiß ja nie, wen man da vor sich hat, es wäre natürlich nicht meine Absicht, einen ohnehin schon vielleicht nicht selbstbewussten Menschen durch einen lauten Riesenfurz (es ist ein großes Furzkissen, sehr laut) akustisch bloßzustellen oder einen ganz humorlosen Menschen zu erwischen, nicht dass der dann meine rehbraunen Augen blauwalblau haut. Risiken und Nebenwirkungen eben... Aber die Gedanken sind frei und diese Freiheit erstreckt sich auf die Bahnabteile, Wartezimmer, Kirchenbänke, Staubtrockenseminare, Kinosessel und Königsthrone dieser Welt. Schulbänke habe ich schon durch, das könnt Ihr mir glauben ;)

Aber wer weiß, ich habe es auf jeden Fall immer in meiner Tasche, und wenn sich die Gelegenheit ergibt, dann kommt es zum Einsatz.
Also passt schön brav auf, wenn Ihr Euch irgendwo hinsetzt, gar ungefragt, uiui, das könnte ganz schön laut werden. Gnhnhn.


Donnerstag, 21. Mai 2015

Frollein Eves Kolumne für die Weight Watchers - Teil 7

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute geht's mal um Nichts, naja, das kann man jetzt so nicht sagen, heute geht's eher um Null, oder wie man jetzt so schön sagt um "Zero".

Also ich weiß ja nicht, in meiner Jugend und auch jetzt in meiner jahrelang andauernden Spätpubertät ist es kein Zeichen von Wertschätzung, wenn man jemanden als eine Null, also eine "Zero" bezeichnet. Ist doch irgendwie negativ behaftet, nicht?
Aber das mit dem Zero, das haben Sie doch bestimmt auch schon mal gehört oder gelesen, oder? Spätestens seit eine steckerldürre Hollywoodstylistin ihre Kundinnen auf "Size Zero" eine platzsparende Kinderbekleidungsgröße, getrimmt hat und die Medienlandschaft sofort auf den Zero-Zug aufgesprungen ist und diese Kleidergröße, die man in der Regel im Kindergarten trägt, plötzlich en vogue war. Also in der Theorie, in der Praxis hat keiner reingepasst.
Dafür hat sich die Lebensmittelindustrie dann eben das Zero ausgeliehen, und alles damit markiert, was eh nicht schmeckt. Die Werbung sagt mir zwar, dass da zero Zucker, aber ein echter Geschmack drin ist, mein Geschmackssinn allerdings sagt mir, dass da echt kein Zucker drin ist, aber auch zero Geschmack. Das macht aber auch echt keinen Spaß, weil es ist ja nicht so, als ob ich werbegebeutelter Fernsehknecht diese Zero-Getränke nicht schon mal ausprobiert hätte. Das Resultat: Uah! Sie ahnen es, die Begeisterung war gleich Null und Zero.
Sie können das ja mal ausprobieren und z.B. Ihren Grillpartygästen dieses Zerozeugs unterjubeln, allein schon aus Studienzwecken bezüglich des Gesichtsaudrucks der Trinkenden. Ich kann Ihnen jetzt schon viele "Die-olle-Plörre-kannst-Du-selber-trinken-Du-mieser-Gastgeber"-Gesichter, auf denen sich bestimmt auch dann zero Begeisterung widerspiegeln wird, prophezeien. Damit machen sie bestimmt zero Eindruck auf Ihre Gäste.

Und nein, es ist leider auch nicht so, dass man sich als Ausgleich, wenn man sich z.B.in einem Schnellrestaurant, wo man natürlich niemals hingeht, einen Eimer eines Zerogetränks bestellt und damit durch die eingesparten Pro Points einen Freibrief für 20 fett frittierte Hühnerbeine, 48 Pomm Fritz und drei Burger mit ganzen Ochsen drin hätte. Das nutzt leider nichts, also auch zero quasi. Da lob ich mir doch das gute alte Wasser, da weiß ich ja schon von vornherein, dass da zero Geschmack drin ist und auch kein Zucker.;)


Ich geh jetzt, was zum Trinken kaufen, aber nix Nullhaltiges, obwohl eigentlich ist es ja wurscht, denn es landet ja eh nachher alles im Doppelzero.


Herzliche Grüße,

Ihr Frollein Eve, das nix trinkt, wo Zero drin ist

Montag, 13. April 2015

Frollein Eves Modeillustrationen - Teil 4

Bei dem schönen Wetter, meine lieben Leser,  reite ich  momentan wieder auf meinem Steckenpferd der Modeillustration herum. Das Ergebnis seht Ihr hier ;)

Die zum Zeichnen gehörte Musik: The Mills Brothers
Technik:Aquarell, Fineliner
Was sich die Künstlerin dabei gedacht hat: Mal das neue Olivgrün ausprobieren.



Euer Frollein Modeillustrationspinselschwingerin

Montag, 6. April 2015

Schlagkräftige Argumente in Orange oder die Biene Maja schlägt wieder zu

Liebe Leser,

als Kind hat man es nicht leicht. Nicht nur, dass man für seinen Kindergartenarbeitstag früh aufstehen muss, nein, man hat auch keinerlei Einfluss auf die Mitfahrer, die man einfach auf den Rücksitz mit dazugepackt bekommt.
Das kann gut gehen, muss es aber nicht. In diesem Fall ging es nicht gut. Aber darüber war ich als Kind auch gar nicht mal so traurig. 
Los gings wohl damit, dass mir meine Mutter verkündete, dass ab morgen der Klaus und der Dieter (nee, hiessen natürlich nicht wirklich so, die wollen aber jetzt als Erwachsene wahrscheinlich auch nicht über ihre Niederlage der gescheiterten Fahrgemeinschaft vor über 30 Jahren lesen, daher die Decknamen Klaus und Dieter) in der Früh mit uns in den Kindergarten fahren. 
Ja Scheisse, hab ich mir gedacht. Ich konnte nämlich weder den Klaus noch den Dieter leiden und hielt sie für ziemliche Blödmänner. Noch dazu war ich ein Morgenmuffel und der Gedanke daran, mir mein Kindergartentaxi mit zwei Nervbatzen aus der anderen Kindergartengruppe teilen zu müssen, hat mein ohnehin schon dünnes Morgennervenkostüm hauchdünn werden lassen- Size Zero quasi. 

Also hockten am nächsten Morgen links und rechts von mir zwei bleiche Buben, die ich am liebsten sofort wieder hätte aussteigen lassen und dementsprechen war meine Laune. Dazu kam noch, dass der Klaus ein Preiss war und mich jeden Morgen gefragt hat, im Nachhinein denke ich, war es wohl ein nett gemeinter Kommunikationsversuch, ob ich mir wieder eine „Brezel“ gekauft habe.
Das Laugengebäck war Teil meiner Kindergartenbrotzeitausstattung und hat immer wohlriechend aus meiner orangefarbenen Biene-Maja-Kindergartentasche herausgeduftet. Jetzt war das für mich Bayernkind allerdings keine „Brezel“, sondern eine „Brezen“, von daher dachte ich, der weissgesichtige Bube will mich verarschen und habe ihn jedesmal kräftig angeranzt.
Irgendwann wurde mir die hochdeutsch formulierte Frage nach meiner Brotzeit wohl zu dumm und mit Anranzen des Hellgesichtsbuben war es nicht mehr getan (als Kind erkennst Du den Wert einer noblen Blässe nicht an, da ist ein blasser Mensch einfach nur ein Kasjackl, wie man so schön sagt).  Ab da gab es jeden Morgen Rambazamba im Kindergartentransportobjekt. Zur Freude meiner Mutter, aber sie war recht hartnäckig. 
Als das Zwicken der Unerwünschten auch nix half, habe ich eines Tages dann mit Schwung, Spucke und Hilfe meiner Biene-Maja-Kindergartentasche die Frage, ob  ich mir heute wieder eine preussisch formuliertes Laugengebäck gekauft hätte, durch einen gezielten Schlag auf den kasigen Mitfahrerkopf  beantwortet, was dann die vor dem Kindergartentor versammelte Mutternschaft wiederum dazu bewogen hat, die Idee der Fahrgemeinschaft zu überdenken und letztendlich dann zu verwerfen. Na endlich. 
Ab dann war wieder Ruhe im Auto, meine Biene-Maja-Tasche, meine Brezen und ich zufrieden und meine Mutter hat die Idee, mir unerwünschte Kindskameraden morgens ins Auto zu setzen nicht mehr aufgegriffen. 



Einen schönen Montag wünscht Euch Euer Frollein Schlagfertig, dem Ihr lieber nicht mit preussischen Gebäckformulierung kommen solltet

Dienstag, 24. März 2015

Frollein Eves Kolumne für die Weight Watchers Teil 6


Mancher kann wohl gut kochen, aber nicht anrichten (Zitat, Verfasser unbekannt)

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie in der vorletzten Kolumne versprochen, geht es heute ums Kochen. Sie wissen ja, letztes Mal ist ja spontan Weihnachten dazwischen gekommen und wenn Sie sich gefragt haben, wie das nun ausgegangen ist mit der Theorie und der Praxis, muss ich Ihnen leider von der haushohen Überlegenheit der Praxis erzählen. Die Theorie sitzt immer noch beleidigt auf dem Plätzchenteller und wirft mir vorwurfsvolle Blicke zu. Au weia.

Um diesen Blicken zu entgehen, nehme ich Sie jetzt mit zum Kochen in meine Küche. Wie der Spruch oben ja schon besagt, können manche Menschen gut kochen, aber nicht anrichten. Ich kann schon gut anrichten, nämlich ein heilloses Chaos in der Küche beim Kochen. Ich weiss ja nicht, wie Sie das sehen, aber das Zubereiten aufwändiger Gerichte ist für mich ein Greuel. Da bin ich schneller am Kochen als das Nudelwasser und auch schon beim Einkaufen geht mir Einiges mehr auf als in den Sack.
Darum halte ich es lieber einfach und überlasse das Kochen aufwändiger Gerichte denjenigen, die dann nicht vor Wut kochen, sondern vor Begeisterung überschäumen und zwischen diversen Kochtöpfen energisch hin- und herspringen und dabei weder den Überblick verlieren, noch die Zutaten schon vorher aufessen.
Mein Vater z.B. ist so ein Mensch, er kocht sehr gerne, das finde ich super, weil ich wiederum esse sehr gerne (klar, sonst wär ich ja nicht hier, nicht ;)?), da ist die Arbeitsteilung klar, das Blöde ist, wir finden einfach keinen, der sehr gerne die Küche danach wieder aufräumt.

Sehen Sie, darum halte ich es am liebsten einfach. Meinetwegen könnte es ja jeden Tag Nudeln mit Sauce geben, das nutzt sich nicht ab. Aber da sehe ich sie schon mit dem ernährungswissenschaftlichen Zeigefinger wackeln und "Das ist aber sehr einseitig, Frollein" murmeln. Dann wackle ich mit meinem Besserwisserzeigefinger zurück und murmle dabei "Pah von wegen", während ich mit der anderen Hand ein Kochbuch durchblättere. Ich liebe ja Kochbücher, allerdings nur die Bebilderten, die, in denen  man gleich sieht, was man angerichtet hat, wenn man es richtig angerichtet hat.
Und da muss ich gleich ein Loblied auf die WW-Kochbücher singen, die erstens mal so dermaßen reichlich bebildert sind, dass man gerne die Seiten an sich schon aufessen könnte, und deren Gerichte vor allem leicht zuzubereiten sind. Das war nämlich meine Befürchtung vorher, dass ich im Rahmen der Ernährungsumstellung auch meine Kochgewohnheiten umstellen muss, und zwar von Ratzfatz auf Kompliziert, aber nein, Glück gehabt, meine Küche und ich. Und die Nudeln blieben mir auch erhalten, jüngst auch im aktuellen Starter-Plan, und da haben die auch sogar noch einen netten Namen: "Freche Nudeln". Jetzt hab ich mich natürlich gefragt, was denn bitte freche Nudeln sind, ob man die im Scherzartikelladen kaufen muss und diese dann einfach nicht zu kauen sind, das wäre schon frech oder aber ob die Nudeln an sich frech sind und bei Gabelkontakt dann anfangen, aus dem Teller herauszuschimpfen und dabei die Sauce mit unflätigen Worten würzen, also Spaghetti Tourettini, oder aber aufmüpfig das alte Kinderlied "spannelanger Hansel, nudeldicke Dirn" anstimmen und damit den Koch zum Brodeln bringen.
Ich habe es ausprobiert und kann Ihnen verraten, dass keines davon der Fall war. Ich wurde weder beschimpft noch besungen, die Zubereitung war schnell, das Essen gut und die Küche ist auch nicht im Chaos versunken. Ganz nach meinem Geschmack also.

Herzliche Grüße, Ihr Frollein Eve, das nicht nur ein Küchenchaos anrichten kann


Freitag, 27. Februar 2015

"Maybe" in der Werbung und Germanys Next Topmodel

Hallo liebe Leser,

jetzt wird mir die Werbung aber langsam zu "Maybe"- lastig. Ist Euch das schon mal aufgefallen?
Ich hab ja schon mal über meine absolute Lieblingskampagne von Marlboro, die Krönung der anglizistischen Werbewichserei, geschrieben. Ich dachte schon, das Thema hätte sich aufgrund gähnender inhaltlicher Langeweile erledigt, bis wieder die unsäglich nichtssagenden Plakate auftauchten mit dem Text "100% Maybe-free"
Aha, denkt sich der bundesdeutsche Durchschnittsraucher mit bundesdeutscher Durchschnittsbildung und bundesdeutschen Englischkenntnissen und macht sich auf in die nächste Rauchwarenboutique in der Hoffnung, ein Päckchen Kippen vielleicht gratis abzustauben, weil ist ja maybe free, nicht, kost ja vielleicht nix. Weit gefehlt, lieber Durchschnittsantianglizist, da is nix mit vielleicht frei. Und den Bindestrich übersieht man ja auch mal gerne. Also liest man eben dann "100% vielleicht frei". Frei von was? Von Sinn nämlich. Uah. Echt jetzt, wo ist sie hin, die gute alte Werbeschule, das Emotionenerzeugen? Die einzige Emotion, die diese Kampagne bei mir erzeugt ist ein schnarchiges Achselzucken meines nicht vorhandenen Nikotinsuchtzentrums.
Aber Maybe liege ich ja falsch und das Spiel mit dem "Vielleicht" ist das neue grosse Ding. Weil nämlich die Schminklieseln von Maybelline, ha, da steckts ja schon drin im Firmennamen "Maybe"lline, fröhlich in der Werbung vor sich hinträllern "Maybe its Maybelline" . Sehr schlau, Maybe its aber auch Manhattan oder L`Oreal. Maybe ist die Werbung auch von der selben Werbewichsereiabteilung wie die Zigarettenkampagne, weil wenn da das Maybe schon so gut funktioniert hat, dann Maybe auch bei anderen Produkten. Maybe ist es aber auch einfach ein Scheiss, ne nicht nur Maybe, das ist ein Scheiss, 100% Maybe-free ist das ein Scheiss.

So, und um von einem Scheiss zum Anderen zu kommen: Germany`s Next Topmodel. Ich schau es ja zugegeben ganz gerne an. Ich glaube, weil ich einfach schon zu alt dafür bin (hey, dieser Satz fiel mir jetzt nicht leicht), um mich mit den Teilnehmerinnen zu identifizieren. Ich seh das einfach zur puren Unterhaltung, Abendbrot und Spiele quasi. Aber ich möchte nicht noch einmal unter 20 sein in dem Fall. Und weil ich es nicht bin, fällt es mir hier ganz leicht zu schreiben: liebe Mädels, passt mal gut auf, was Euch das mittelalte Frollein Eve zu sagen hat:

Um jemand zu sein und im Leben voranzukommen müsst ihr nicht:
- über 1,70 gross sein
- mittelgescheitelte glatte dunkelblonde lange Haare haben
- im Bikini vor jemandem rumlaufen, der Euch dann in gut oder schlecht unterteilt
 - "modern" aussehen (was immer das auch heissen mag, Herr Joop)
- auf 25 cm hohen Absätzen auf Kieselwegen laufen müssen
- erstmal x-Kilo abzunehmen, um es dann "denen von früher zu zeigen"

Das ist auch alles ein Scheiss, nicht nur Maybe, sondern 100%. Klar es ist schön, wenn man es hat oder kann, aber man muss es nicht unbedingt.  Es ist z.B. nicht von Vorteil, blöd wie 10 Meter Holzweg zu sein, aber dafür auf ultrahohen Schuhen auf einem 10 Meter Holzweg geradeaus laufen zu können, ohne umzufallen. Das bringt Euch im Leben nicht unbedingt weiter, ausser vielleicht 10 m. Auf dem Holzweg ist man allerdings garantiert, wenn man sich nur auf diese "Ideal", das von den Medien gehypt wird, konzentriert und seine Energien nur darauf ausrichtet, genau diesem Ideal zu entsprechen. Kann nämlich sein, dass wenn man das dann erreicht hat, es nicht mehr "modern" ist. Weil ein alter Mann, eine dünne Frau und ein Hipsterhajo das halt dann anders beschliessen und kein Foto für Dich haben.

Also, lasst Euch da nichts in die jugendlichen Köpfe pflanzen.

Euer Frollein, das Maybe jetzt lieber mal die Küche aufräumen sollte, statt sich davor zu drücken und zu hoffen, dass es Maybe ein anderer macht. Die Chance ist nämlich 100% Maybe-free.

Dienstag, 24. Februar 2015

Frollein Eves Modeillustrationen - Teil 3

Heute meine lieben Leser gibt es eine Illustration für echte Kerle, für die harten Buben jenseits der quietscheengen Hipsterhosen quasi.

Workerjeans nämlich. Das Label: Vecona Vintage
Das Modell: Texas Tommy
Der Link: http://www.vecona-vintage.com/product_info.php?cPath=30&products_id=104&osCsid=6a8beb24a3e815f32d8967309fe2eac2
Die zum Zeichnen gehörte Musik: Swing Time for Dancing
Technik: Bleistift, Photoshop
Euer Frollein in Vintageillustrationsangelegenheiten

Donnerstag, 19. Februar 2015

Dekorative Kosmetik auf Abwegen


ich habe ja eine gewisse Affinität zu allem, was man sich wo hinschmieren kann und was gut riecht. Wer jetzt glaubt, dass sowas erst mit den Teeniejahren und der ersten Clearasil-Werbung in der Bravo kommt, der irrt sich, was zu beweisen wäre anhand eines Fotos aus Kindergartentagen, das ich gerade in einem alten Fotoalbum entdeckt habe.  Aber bevor ich Euch erzähle, was darauf zu sehen ist, gehen wir noch ein paar Jährchen zurück.
Ich kann mich ja fast nicht mehr daran erinnern, nur noch an den Geruch und die Konsistenz der schweineteuren Pflegeserie, aber nicht mehr an die Missetat selbst. Dafür meine Frau Mutter umso besser, weil sie mitten in der Nacht durch ein jämmerliches Geheule aus dem Badezimmer  aus dem Schlaf gerissen wurde. Das Geheule kam, um genauer zu sein, aus dem Waschbecken und noch genauer: aus mir. Weil ich nicht mehr aus dem Waschbecken rauskam. Der Grund dafür war die neue Gesichtspflegeserie meiner Mutter.  Diese wiederum befand sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in den Fläschchen und Tiegelchen,  sondern auf mir  und im  gesamten Waschbecken verteilt, was meine Ausstiegsmöglichkeit aufgrund von einer gewissen Glitschigkeit ein klein wenig beschwerte, um nicht zu sagen eher ausschloss. Daher das Geheule.

So, was machst Du jetzt als Mutter, wenn Dein zweijähriger Satansbraten nachts heimlich aus dem Bett kriecht, ins Waschbecken hineinsteigt und Deine komplette Gesichtspflege in selbiges hineinkippt, um sich darin zu suhlen?
Gut, sie hat dann doch recht lachen müssen, weil ein  von oben bis unten mit diversen Kosmetikprodukten vollbebaatztes Kleinkind, das nicht mehr aus dem Waschbecken rauskommt, dann doch eher ein bisschen lustig aussieht.
Ich bin mir sicher, meine Haut war nacher weich wie ein Kinderpopo und der  bestimmt besonders, weil sich auch meine Windel komplett vollgesogen hatte, die Pflegeserie war quasi fürn Arsch.
Eine weitere individuelle Nutzung mütterlicher Dekorativkosmetik ergab sich nur 2 Jahre später. Ich hatte wohl keine Lust, in den Kindergarten zu gehen und musste mir einen Grund einfallen lassen, zuhause zu bleiben. Was ich noch im Kindskopf hatte, war der Ausdruck „Du hast ja einen ganz roten Kopf und eine heisse Stirn“, wenn man Fieber hatte. Ich hatte aber kein Fieber, das mit dem roten Kopf allerdings war gar nicht mal so schwer. Ich sage nur Avon Lippenstift. Der ganz rote Kopf war allerdings nicht so überzeugend wie geplant und ich musste na ch einer Komplettkopfreinigung (wohl mit der Gesichtspflegeserie) dann doch in den Kindergarten gehen.  Nicht ohne die Schminkkunst vorher fotografisch festgehalten zu haben. Unverschämt, nicht?

Naja, wie dem auch sei, seitdem benutze ich Lippenstift und Gesichtspflege nur noch partiell.  Man lernt ja dazu. Oder?

Euer bebaaztes Frollein mit dem roten Kindskopf sponsored by Avon

Sonntag, 25. Januar 2015

Frollein Eves Modeillustrationen Teil 2

Liebe Leserschaft,

nun gibt es wieder etwas aus der Modeillustrationsfabrik, fuer die lesefaulen Blogleser ;):

Technik: Aquarell und Fueller
Musik dazu: Duke Ellington: Don t get around much any more
Was hat sich die Kuenstlerin dabei gedacht: Wohoo, neuer Pinsel!!




















Euer Frollein Pinselschwung, dem gerade die Nase davonlaeuft, sorry, das Detail musste jetzt so was von sein ;)

Freitag, 23. Januar 2015

Frollein Eves Kolumne für die Weight Watchers Teil 5


Es lebe der Sport!

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie versprochen geht es heute um den Sport. In der letzten Kolumne hatte ich ja eine Begegnung der dritten Art, also mit meiner Disziplin und mir daraufhin gleich drei Tage hintereinander auf die Schulter geklopft. Da selbstzufriedenes Schulterklopfen allerdings leider nicht wirklich unter Sport fällt und ich Ihnen ja versprochen hatte, diese meine Disziplin gleich mit dem Sport zu verknüpfen, halte ich auch mein Versprechen. Zähneknirschend.
Ich bin nämlich nicht wirklich ein Sportsfreund, eher so ein Genussfreund und wenn der Satz "und jetzt auf zum Sport" fällt, fällt mir wiederum einiges ein, was ich noch dringend zu erledigen habe. Kennen Sie das? Was mir dazu spontan einfällt: "Was, jetzt??? Aber ich wollte doch erst noch den Abwasch von gestern machen/ den Keller und den Dachboden entrümpeln/ die Belege für die Steuererklärung endlich zusammensuchen/ noch dringend die Pflanzen umtopfen etc.!!"

Oder gehören Sie eher zu der Gattung der Sportsfreunde, die tatsächlich auf Anhieb Ihre Sportsachen finden oder Ihrem Schweißstirnband schon einen Namen gegeben haben? Na, das nehm ich Ihnen auch nicht übel. Ist ja auch gesünder so. Das weiß das Hirn ebenso wie die gesamte Medienlandschaft, nur der Schweinehund halt mal wieder nicht. Der überzeugt Dich dann spontan eher, den Keller und den Dachboden zu entrümpeln und die Belege für die Steuererklärung endlich zusammenzusuchen, aber natürlich erst morgen, weil es doch gerade so gemütlich ist, da auf der Couch.

Aber da ich ja ein Versprechen einzuhalten habe und noch dazu die Gelegenheit hatte, einmal in einen Smoveykurs hineinzuschnuppern, habe ich meinen Schweinehund wiederum auf morgen vertröstet, meine Sportsachen auf Anhieb gefunden und bin ab ins Center zum Smoveyschnuppern. Wissen Sie was das ist? Diese Smoveys sehen aus wie geriffelte Gartenschläuche mit einem Griff. Und innen sausen vier kleine Metallkugeln herum. Ausgefuchst, das. Und die gibt es in unterschiedlichen Farben, das Auge sportelt schließlich mit. Einmal in Giftgrün und einmal in Konditoreirosa. Als altes Barbiemädchen wollte ich natürlich die Rosafarbenen und war erst mal damit beschäftigt, den Impuls zu unterdrücken, in diese konditoreirosa Sportgeräte hineinzubeissen (hey, wir sind bei den Weight Watchers, da ist dieser Impuls gar nicht mal so abwegig ;)). Nachdem ich das dann doch lieber gelassen habe ging's auch schon los mit dem Kurs. Unter professioneller Anleitung von Kerstin Biß, unserer Regionalfachfrau für Smoveys, haben wir uns 30 Minuten lang durch sämtliche Übungen geschwungen, was wirklich Spaß gemacht hat. Die Smoveys liegen nicht nur gut in der Hand, sondern machen auch noch schöne Geräusche. Durch das Herumflitzen der Metallkügelchen im Riffelschlauch entsteht ein Geräusch, das sowohl vom Klang, als auch von der in den Körper übertragenen Vibration her an Katzenschnurren erinnert. Als Katzenfan fand ich das natürlich großartig und mein Impuls verlagerte sich vom Reinbeißen zum Sportgerät kraulen, aber da die Smoveys weder Flauschefell noch ein Katzenkinn haben, hab ich auch das gelassen. Und fand einfach das Gefühl sehr gut, das sich beim und nach dem Training mit den Smoveys eingestellt hat. Ich hatte das Gefühl, von Kopf bis Fuß gelockert zu sein und hatte auch den Kopf wieder frei für die guten kreativen Einfälle. Sehr angenehm das.

Überhaupt, Ihr Mitfaulpelze und Ausredenfinder unter meinen Lesern hier, und da nehm ich mich nicht aus, das Sportangebot im Nürnberger Weight Watchers Center ist ziemlich ausredenresistent durchdacht, da sämtliche Kurse, und das Angebot ist wirklich breit gefächert, von Smoveys über Aerobic, Bodystyling, Nordic Walking und Yoga, im Anschluss an die Treffen direkt im Center stattfinden. Da wirds dann schon dünn mit den beliebten und bekannten Ausreden wie "keine Zeit" und "ist so weit weg" und "da sind ja nur spindeldürre Aerobicmiezen im Size-Zero-Designsportdress". ;)

Geht da einfach mal hin, schaut auch das an, macht mit, macht nämlich Spaß, echt jetzt. Aber nicht in die konditoreirosa Smoveys reinbeissen, gell. Apropos reinbeissen, in der Zwischenzeit überlege ich mir, was ich denn heute so Feines kochen könnte und experimentiere ein bißchen rum, damit ich in der nächsten Kolumne wieder was zu berichten habe.

Herzliche Grüße,
Ihr Frollein Eve, das sich jetzt ein Schweißstirnband kauft und ihm diszipliniert einen sportlichen Namen gibt